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Die Flucht in eine Traumwelt Halstenbek : Schüler präsentieren „Was würdest Du ändern?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Grund- und Gemeinschaftsschule an der Bek: Die Flucht in eine Traumwelt.

shz.de von
erstellt am 23.Mär.2015 | 16:30 Uhr

Halstenbek | Die Schülerin Sarah stellt sich vor den Sitzkreis der Mitschüler ihrer Theater-AG. „Hallo, ich bin Sarah. Ich gehöre auch zum Theater. Wie man sieht, haben die hier alles im Griff. Gebraucht werde ich nicht“, stellt sich Sarah alias Marie-Sophie Schilling (17) ihrem Theaterpublikum. Der Zuschauer realisiert schnell, dass es sich hier wohl nicht um die selbstbewusstesten Schüler der AG handelt. Die 17-Jährige spielt die Hauptrolle im neuen Stück der Zehntklässler der Gemeinschaftsschule an der Bek (GGS). Der Titel lautet: „Was würdest Du ändern?“. Das Stück führen die Jugendlichen am Donnerstag, 26.  März, öffentlich auf. Es beginnt um 19.30 Uhr in der Schulmensa. Drei weitere schulinterne Aufführungen kommen hinzu.

„Bei der Aufführung haben die Schüler alles, was sie im Wahlpflichtunterricht gelernt haben, auf die Bühne gebracht“, freute sich Lehrerin Jutta Sass. Darunter fallen beispielsweise Choreografie, chorisches Sprechen, Stand- und Schattenbilder. Die zwölf Teilnehmer des Abschlussjahrgangs haben das Stück selbst geschrieben. Insgesamt wirken noch weitere 16 jüngere Schüler als Statisten mit. Da mehrere der Schüler eine größere Rolle spielen wollten, gibt es eine Doppel-Aufführung.

Das Schauspiel handelt von der wenig selbstbewussten Sarah. Die von ihren Mitschülern nicht akzeptierte Schülerin versetzt sich im Laufe der Handlung in eine Traumwelt. Studentin, Karrierefrau, Star, Partygirl und ein verliebtes Mädchen: Sarah durchläuft im Stück verschiedene Stadien und lernt ihren Idealpartner kennen. Der Charakter des Mädchens verändert sich im Zuge des Traums. Sie wird zu einer starken Persönlichkeit.

Die Schüler sind auf ihre Kosten gekommen. „Ich spiele gern Theater und fühle mich auf der Bühne wohl“, erzählte Hauptdarstellerin Marie-Sophie. Zwei Schüler waren bei der Produktion jeweils für eine Szene verantwortlich. „Es hat uns viel Spaß gemacht, das Stück komplett selbst zu schreiben und die Requisiten selber zu gestalten“, bilanzierten Michelle Merges (15) wie Katharina Roelofsen (15). Die Schüler haben von der jahrelangen Theaterarbeit profitiert. „Theater spielen vermittelt Selbstbewusstsein, Organisations- und Improvisationstalent“, weiß die Lehrerin für Darstellendes Spiel Sass. Zahlreiche Schüler hätten infolge der Theaterarbeit eine große Empathie entwickelt, können sich besser in die Stimmungslage anderer Menschen hineinfühlen und andere Lebenssituationen besser begreifen.

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