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Halstenbek : Schüler organisieren Berufsmesse

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Erste „Zukunftsbörse“ von Schülern für Schüler am Wolfgang-Borchert-Gymnasium in Halstenbek. Gemeinde plant ähnliche Veranstaltung.

In den Unterrichtscontainern des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums (WoBoGym) herrschte am gestrigen Morgen reges Treiben – aber kein Unterricht: Pünktlich zu den bald anstehenden Abitur-Prüfungen lud das siebenköpfige Organisations–Komitee zur „Zukunftsbörse“. Mit der ersten in Eigenregie gestalteten Berufsmesse am Halstenbeker Gymnasium wolle man eine „direkte, persönliche und individuelle“ Ausstellung erschaffen, so die Veranstalter – allesamt Schüler des 13. Jahrgangs. Geladen waren 17 Unternehmen aus dem Kreis und Umland.

„Leider sind viele Hamburger Veranstaltungen wie zum Beispiel die Vocatium viel zu unpersönlich. Man hat nie wirklich Zeit, um mit den Unternehmen zu sprechen und diese kennenzulernen“, so Melissa Biastoch, Komitee-Mitglied und Schülerin am WoBoGym. Deshalb entstehe ein negatives Bild von Messen.

Mit diesen Erfahrungen in petto entstand der Plan für die eigene Exposition – ganz ohne solche Makel: „Wir haben eine Atmosphäre erschaffen, die Hemmungen nehmen soll“, erklärte Biastoch weiter. So hänge an jedem Raum ein Steckbrief der entsprechenden Firma, damit sofort klar sei, welches Unternehmen sich präsentiere, beschreibt die Organisatorin. „Außerdem haben wir eine Klassen-Staffelung vorgenommen und ein großzügiges Zeitmanagement betrieben – so hat jeder genug Zeit“, führte sie aus.

Das Konzept kam an: Die Schülerschaft der Oberstufe sorgte für Besucherandrang an den Ständen der Firmen. Aber nicht nur die Schüler zeigten Enthusiasmus: Schulleiter Karsten Schneegaß und Oberstufenleiterin Marika Peters goutierten stolz die Leistung ihrer Schützlinge.

Peters betonte das Engagement der Schüler: „Der enorme Arbeitseinsatz konnte nicht mal durch kleine Frustrationen gehemmt werden“, sagte die Verantwortliche für die Oberstufe.

Die Schulleitung hob die Selbstständigkeit der angehenden Abiturienten hervor. „Vor einem Jahr entstand die Idee, jetzt wird sie wahr. Die Organisatoren haben sehr hart gearbeitet und bis ins Detail geplant – aber so sind WoBo-Schüler“, betonte Schneegaß stolz. Er sei sehr gespannt, wie sich die Veranstaltung entwickeln werde. „Es ist spannend, eine mögliche Tradition in Gang zu setzen“, so der Leiter des
Gymnasiums.

Das Weiterleben des Projektes sei bereits gesichert: Die Veranstalter erklärten sich bereit, die „Zukunftsbörse“ dem nächsten Jahrgang zu vererben. „Wir haben bereits die Grundlagen organisiert und viele Firmen an der Hand, die gern nächstes Mal einsteigen möchten“, verriet das Komitee.

Unter den Messebesuchern war auch eine Vertreterin der Gemeinde Halstenbek: Daniela Spitzar, Ortsjugendpflegerin der Baumschulengemeinde, mischte sich unter die Gymnasiasten. „Die Gemeinde ist begeistert, dass die Schüler diese Veranstaltung allein organisiert haben“, erläuterte sie. Der Visite lag aber auch Eigeninteresse zugrunde: „Die Gemeinde plant, eine ähnliche Aktion an der Gemeinschaftsschule zu etablieren“, berichtete Spitzar weiter. Dabei könne man viel von den Schülern lernen.

Die Planungen für das Projekt sind im Dezember angelaufen. „Aktuell befinden wir uns mit den Lehrern im Informationsaustausch – vor allem soll die Selbstfindung gestärkt werden “, bekräftigte sie.

An der Berufsmesse beteiligten sich viele  Unternehmen und Akademien. Folgende Unternehmen waren anwesend: Nordakademie, May und Olde, EF Sprachreisen, Asklepios, Mankiewicz, Fachhochschule für Ökonomie und Management, Sparkasse Südholstein, Bundeswehr, Schröder Elektrotechnik, Autoliv, Reyher, ES Hamburg, VOREM, Volkswohlbund, Tetzner und Jentzsch, Fielmann, Olympus.   An der eintägigen, schulinternen Messe hat die gesamte Oberstufe des Wolfgang-Borchert-Gymnasiums teilgenommen – es handelte sich um eine verpflichtende Schulveranstaltung.
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erstellt am 04.Feb.2015 | 14:11 Uhr

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