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Ellerbek : Schüler laufen für Flüchtlingskinder

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Jungen und Mädchen suchen Sponsoren und sammeln fast 4000 Euro. Die Spende geht an die Gruppe Ellerbek Hilft.

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erstellt am 15.Feb.2016 | 12:30 Uhr

Ellerbek | Marlis Braun und Reinhard Gatzsch, ehrenamtliche Koordinatoren der Gruppe Ellerbek Hilft, staunten nicht schlecht: Am Donnerstagmorgen hat der Schülerrat der Ellerbeker Hermann-Löns-Schule den freiwilligen Helfern einen symbolischen Scheck über 4000 Euro überreicht.

Während eines Sponsorenlaufs im Herbst hatten die Mädchen und Jungen Geld für jede gelaufene Minute erhalten. „Wir haben bei einem unserer wöchentlichen Treffen auch über Flüchtlinge gesprochen“, berichtete ein Mitglied des Schülerrats. Das achtköpfige Team setzt sich aus den beiden Klassensprechern der dritten und vierten Klassen zusammen. Spontan habe die Gruppe entschieden, zu helfen – und zwar ganz konkret denjenigen Kindern, die in Ellerbek untergebracht werden.

Auf der Suche nach Sponsoren, die die Laufdauer honorieren, bekamen die Schüler viel Unterstützung. „Eltern, Großeltern, Freunde, Nachbarn und sogar Firmen haben mitgemacht“, sagte Schulleiterin Thorina Nielsen. So sei am Ende die Summe von 3787 Euro zusammengekommen. Lehrer und Eltern hätten den Betrag aufgestockt, um eine runde Summe zu erhalten. Doch mit der Übergabe mussten die Kinder noch warten, bis überhaupt die ersten Familien ein neues Zuhause in der Gemeinde gefunden hatten. „Das hat ein bisschen gedauert, aber jetzt sind es schon zwölf Mädchen und Jungen, die hier leben – und es werden mehr werden“, erklärte Braun. Das Engagement der Schüler rührte Braun sichtlich. „Mit dem Geld können wir eine Menge erreichen – die Kinder sollen die Möglichkeit haben, auch einmal etwas anderes zu sehen und nicht immer nur an die Flucht und die zerstörte Heimat denken müssen“, sagte Braun.

Wofür das Geld verwendet werden könnte, schrieben die Kinder auf das selbstgebastelte Plakat. „Vertrauen, Freunde, Heimat und Spaß“, waren dort beispielsweise zu lesen. „Die Kinder sollen auch mal schwimmen oder in den Tierpark gehen können“, schlug eine Schülerrätin vor und ein Kollege ergänzte: „Sie sollen sich hier wohlfühlen – vor dem Krieg hatten sie ja auch eine schöne Heimat.“

Gatzsch regte an, über Patenschaften für die Flüchtlingskinder nachzudenken. Außerdem lud er zum persönlichen Kennenlernen ein. „Alle 14 Tage könnt ihr einfach ins Begegnungscafé kommen, ihr seid jederzeit willkommen“, sagte er. Das nächste Mal treffen sich Bürger und Flüchtlinge am Montag, 22. Februar, von 16 bis 19 Uhr in den Räumen der Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinde im Verbindungsweg 5. Zuletzt versprachen Braun und Gatzsch den Schülern, sie über die Verwendung der Spende auf dem Laufenden zu halten.

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