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Pinneberger Tageblatt

15. Dezember 2017 | 17:36 Uhr

Schüler erlaufen dritte digitale Tafel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Tangstedter Schulverein und Eltern unterstützen Jungen und Mädchen / Einsatz neuer Medien in allen Unterrichtsfächern möglich

von
erstellt am 29.Jan.2016 | 16:00 Uhr

Auch an der Tangstedter Grundschule gehört der Umgang mit modernen Medien inzwischen zum Alltag: Nachdem schon vor vier Jahren die erste interaktive Tafel angeschafft worden war und im vergangenen Jahr die zweite folgte, profitieren nun auch die beiden vierten Klassen von der Vielfalt der Nutzung des digitalen Boards. Doch anders als in Ellerbek hat nicht die Gemeinde die Anschaffung finanziert, sondern mit Eigeninitiative der Eltern, des Schulvereins – und der Schüler.

„Für das erste Board organisierten wir einen Sponsorenlauf der Schüler, das zweite wurde überwiegend vom Schulverein bezahlt und für das dritte fand wiederum ein Sponsorenlauf statt“, berichtet Lehrerin Silke Buch. Auch durch Spenden der Eltern und einen Zuschuss des Schulvereins hätte erneut die Summe von 5000 Euro aufgebracht werden können, die eine interaktive Tafel kostet.

„Wir setzen das Medium in allen Fächern ein – auch in Kunst und Musik“, erklärt Buch. Zahlreiche Schulbücher gebe es inzwischen auch als Software. „Der Unterricht ist spontaner und abwechslungsreicher“, beschreibt die Lehrerin. Etwa, wenn bei einem Brainstorming die Begriffe zunächst untereinander an die Tafel geschrieben würden und anschließend in Themengruppen sortiert werden, sei dies viel einfacher und schneller möglich als vorher. „Oder wenn ich live an der Tafel zeige, wie eine Internet-Recherche ausgeführt wird“, zählt die Lehrerin auf. Auch das Beschriften eines Gegenstands gehe schneller vonstatten. „Das Tolle daran ist, dass ein Tafelbild abgespeichert werden kann und in der Folgestunde genau dort weitergearbeitet wird, wo wir vorher stehengeblieben sind“, schwärmt Buch.

Und die Schüler? Die sind mindestens ebenso begeistert: „Wir müssen, um Filme anzuschauen, nicht mehr den Raum wechseln“, sagt Till (10) und Lennox (10) findet, dass man darauf besser schreiben kann als mit Kreide an der Tafel. „Auf disem Modell kann man sogar mit dem Finger schreiben“, weiß Yari (9) und Lenja (10) findet toll, dass sie so viele Farben zur Auswahl hat. „Die gibt’s nicht als Kreise“, sagt sie. Und Lena (10) freut sich, dass der lästige Tafeldienst endlich der Vergangenheit angehört: „Ein Klick und alles ist weg.“

Videoclips und Filme gehören nun zum Alltag – und wer an die Tafel gerufen wird, eilt strahlend nach vorn: Aus dem „Müssen“ ist ein „Dürfen“ geworden. So profitieren nicht nur die Schüler in Sachen Medienkompetenz, sondern auch die Lehrkräfte dank des positiven Lernklimas im Klassenzimmer.

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