Schottische Tradition in der Kate

Der Schotte Gordon Mackintosh und der Engländer David Quarrie hatten viel Spaß. Heer (2)
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Der Schotte Gordon Mackintosh und der Engländer David Quarrie hatten viel Spaß. Heer (2)

Der Kulturverein Haseldorfer Marsch veranstaltet „Burns Supper“ – ein Abendessen im Zeichen des schottischen Dichters Robert Burns

shz.de von
31. Januar 2018, 16:00 Uhr

Sesam öffne Dich und hereinspaziert in die alten Gemäuer der mit Reet gedeckten Schatztruhe.
Auch bei dem jüngsten Event in der Bandreißerkate wusste so mancher Gast nicht so ganz genau, was ihn Spannendes an diesem Abend erwarten würde. Der Kulturverein Haseldorfer Marsch hatte zum ersten Mal zum „Burns Supper“ in die Kulturstätte eingeladen, einem Abendessen ganz im Zeichen des schottischen Nationaldichters Robert Burns (1759 – 1796) mit viel Musik, Reden, Gedichten und Whiskey.

Der Initiator und Vorsitzende des Vereins Thomas Herion kann dabei auf eine sehr lange Tradition zurückschauen, denn das erste „Burns Supper“ wurde bereits im Jahr 1801 von den Freunden des Dichters veranstaltet und wird seither in jedem Jahr überall auf der Welt von gebürtigen und Verehrern der Schotten an Burns Geburtstag, dem 25. Januar, gefeiert.

Bereits am Eingang der Kate wurden die Gäste von Herion im schwarzen Kilt und Bluse – der schottischen Jakobiten – einer Anlehnung an Burns, der in seinen Gedichten immer auch politisch für die Freiheit kämpfte und seinem Team empfangen. Lange festlich gedeckte Tafeln mit Platzkarten erwarteten die 34 Gäste, darunter auch einige in traditionellem Kilt, Tasche, Kniestrümpfen und mit Messer.

Eröffnet wurde die Nacht ganz zünftig mit Dudelsackklängen, toll gespielt von Hans Grothusen auf der Great Highland Backpipe. Dann folgte eine Überraschung der nächsten, wobei die Gäste sich immer mehr in einem schottischen Pub wähnten.

Abwechselnd trug Herion weltberühmte Gedichte in schottischer Sprache von Burns vor, übersetzt von Pastor Andreas Petersen, und die Vize-Chefin Lena Krohn sang den Männern ein Loblied, übersetzt von Nicola Herion. Michael Horn-Antoni verzauberte in gewohnter Manier am Klavier mit bekannten schottischen Klängen, die hinreißende Petra Begas mit sehnsuchtsvollen Liedern und auch die Gäste sangen.

Der Höhepunkt des Abends war für viele sicher das Supper mit der schottischen Spezialität „Haggis with neeps and tatties“. Das Hack im Darm kam direkt von einer schottischen Firma, das Kartoffelpüree und die Steckrüben hatte Jan Lienau vom Haselauer Landhaus zubereitet. Das Büffet stand in der alten Bandreißerkate, die Bedienung übernahmen elegant Maria Westphal, Christel Blume, Waltraut Werner und Lena Krohn. Bei bester Stimmung und so manchem Schlückchen Whiskey war das „Burns Supper“ ein super Erfolg.





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