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Einwohnerschwund in Schenefeld : Schon wieder 18 722 Bürger

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Widerspruch: Stadt zweifelt Zensus-Zahlen an

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2013 | 00:36 Uhr

„Die Zensus-Zahlen sind falsch.“ Daran besteht für Bürgermeisterin Christiane Küchenhof kein Zweifel mehr. Die Stadt verfüge über genaue Daten, was die Schülerzahlen und die Kita-Plätze angehe. „Sie weichen von den Zensus-Zahlen ab“, betont die Verwaltungschefin. Heißt: Schenefeld hat mehr Einwohner, als die „Volkszählung“ ergeben hat.

Das Statistische Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein hatte im Juni die Ergebnisse der Datenerhebung präsentiert. Schenefeld wurden zum Stichtag Mai 2011 genau 18 197 Einwohner attestiert. Vor der Zensus-Zahl hatten die Statistiker zu diesem Zeitpunkt 18 562 Schenefelder registriert. Der Stadt wurden auf einen Schlag 365 Bürger „geklaut“.

Schenefeld hat – wie viele andere Kommunen landesweit – Widerspruch gegen die vom Zensus ermittelten Zahlen eingelegt. Laut Küchenhof geht es nicht nur um die Zuschüsse des Landes, die sich nach der Einwohnerzahl richten. „Wir brauchen verlässliche Zahlen für unsere Planungen.“ Ob das Zensus-Ergebnis nachträglich revidiert wird, wird sich in den kommenden Monaten erweisen.

Fest steht: Schenefelds Einwohnerzahl wächst. Mit Stand 2. Mai 2013 gibt es in der Stadt 18 722 Einwohner. Die Fortschreibung basiert auf den Zensus-Zahlen. Im Rathaus gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Zahl real höher ist.

Wie berichtet, könnten in den kommenden Jahren durch die schon beschlossenen Baugebiete noch einmal zirka 1000 Einwohner hinzukommen. Die 20 000er-Marke scheint so weit weg nicht. Auf die Stadt würden zusätzliche Aufgaben zukommen, unter anderem wäre sie für die Unterhaltung der beiden Landesstraßen auf städtischem Gebiet verantwortlich. Das könnte teuer werden.

Der Sprung über die 20 000er-Marke war bisher politisch ein Tabu. Doch SPD-Fraktionschef Nils Wieruch sieht darin auch kein „Schreckgespenst“ mehr: „Bei der Bewältigung der zusätzlichen Aufgaben hilft der Kreis. Das hat der Fall Quickborn gezeigt.“ Fakt ist: Bevor überhaupt etwas passiert, müsste die Einwohnerzahl in Schenefeld ein Jahr lang über 20 000 liegen.

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