"Schnelles Breitbandnetz so wichtig wie Strom- und Wasserleitung"

  Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke. pt
Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke. pt

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18. Januar 2013, 01:14 Uhr

Rellingen | Im Ort groß geworden, seit 25 Jahren in der Gemeindeverwaltung und seit Oktober 2011 Bürgermeisterin - stärker kann die Bindung kaum sein. In unserer Serie "Auf einen Kaffee mit . . . " spricht Rellingens Bürgermeisterin Anja Radkte über die Herausforderungen der kommenden Jahre, die Zusammenarbeit mit dem Amt Pinnau, ihre Detailverliebtheit und verrät, was ihr Tauchen im Ozean ermöglicht. Bürgermeisterin wollte ich werden, weil . . . . . . mir mein Heimatort sehr am Herzen liegt, ich die Menschen um das Rathaus und am Ort kenne und mich mit meiner Erfahrung hier gut einbringen kann. In dieses Amt gewählt worden zu sein, ist für mich . . . . . . eine riesengroße Herausforderung und es erfüllt mich mit Stolz, das Vertrauen hierfür geschenkt bekommen zu haben. An Rellingen gefällt mir . . . . . . der hohe Standard an freiwilligen Leistungen, das heißt die Lebensqualität. An Rellingen stört mich . . . . . . spontan nichts - das heißt aber nicht, dass beispielsweise der Ort nicht noch besser werden können, zum Beispiel die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Die größte Herausforderung für Rellingen ist, . . . . . . diesen Standard, der unsere Gemeinde so liebens- und lebenswert macht, zu halten trotz der finanziellen Herausforderungen, die durch die Einbrüche bei der Gewerbesteuer auf uns zu kommen. Bis zu 13 Millionen Euro in das Verlegen von Breitbandkabeln zu investieren, halte ich für alternativlos, weil . . . . . . wir für Firmen und Bürger den Zugang zu den neuen Medien ermöglichen müssen, um weiterhin zukunftsfähig zu bleiben. Das schnelle Netz gehört für mich zur Infrastruktur wie Wasser- oder Stromnetze. Wohnungen für junge Familien in Rellingen zu ermöglichen, ist . . . . . . wichtig, weil der demografische Wandel nicht an uns vorbei gehen wird. Der erneute Einbruch der Gewerbesteuereinnahmen in sechsstelliger Höhe wird für die Gemeinde . . . . . . schwierig. Unser Haushalt muss ausgeglichen bleiben. Bis jetzt waren wir finanziell so gestellt, dass wir sogar zusätzliche Kreisumlage abführen mussten. Die Schaffung einer Verwaltungsgemeinschaft mit dem Amt Pinnau wird . . . . . . am Ende ein Erfolg werden. Aus dieser Vernunftehe wird sicher eine richtig gute Gemeinschaft entstehen. So wie seinerzeit bei dem Zusammenschluss mit Egenbüttel. Wichtig ist: Es geht diesmal nicht um eine Fusion, sondern um eine Verwaltungsgemeinschaft. Die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat könnte manchmal . . . In unserer Gemeindevertretung wird im Interesse der Sache Politik gemacht. Ich wünsche mir, dass dieses konstruktive Miteinander über die Parteigrenzen hinaus auch nach der Kommunalwahl so bleibt. Die Bürgerstiftung Rellingen ist für mich . . . . . . ein Erfolgsmodell. Mein Lieblingsplatz in Rellingen ist . . . . . . die Rellinger Kirche. Unter einem offenen Rathaus verstehe ich, dass . . . . . . die Tür für jeden so gut es geht offen steht - auch außerhalb der Bürgersprechstunden. Mitarbeiter bringen mich auf die Palme, wenn . . . . . . sie nicht rechtzeitig Bescheid sagen, dass Dinge nicht wie abgesprochen laufen. Meinen letzten Strafzettel habe ich kassiert . . . . . . zu Beginn meiner Führerscheinkarriere: Überholen trotz Verbots mit dem Motorrad in Richtung Ostsee. Das letzte Mal gelogen habe ich, als . . . Bewusst lügen? Nein. Es kann jedoch Situationen geben, bei denen ich Dinge nicht vollständig anspreche, um nicht zu verletzen. Ich kann richtig abschalten, wenn . . . . . . ich im Urlaub tauche und die wunderbaren Korallen und Tiere im Indischen Ozean an mir vorbei treiben lasse. Ich kann es nicht leiden, wenn . . . . . . Menschen immer nur meckern und nicht bereit sind, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Freuen kann ich mich über . . . . . . Projekte, die gut laufen und schneller als erwartet erfolgreich umgesetzt werden können. Mein größter Fehler ist . . . . . . der Hang zum Perfektionismus. Meine Detailverliebtheit, die mir nicht nur im Büro, sondern auch Zuhause manchmal das Leben schwer macht. Mein Lebensmotto ist . . . . . . positiv zu denken. Jede schwierige Situation hat auch die Chance, etwas Gutes daraus zu machen. An unserer Nachbarstadt Pinneberg stört mich . . . . . . die Parksituation rund um das Klinikum. Ehrenamtliches Engagement ist für mich . . . . . . wichtig, um Lebensqualität in einer Gemeinde zu haben. Wenn ich noch einmal Kind wäre, dann . . . . . . würde ich nicht so vorsichtig sein und spontaner Dinge tun. Eine 40-Stunden-Woche ist für mich . . . . . . ein Wunsch, der derzeit nicht in Erfüllung geht. Mit einem Lottogewinn von zehn Millionen Euro würde ich . . . . . . einen großen Teil in die Bürgerstiftung Rellingen geben. Morgens eine Lokalzeitung zu lesen, ist für mich . . . . . . ein wirklich guter Tagesbeginn, um zu wissen, was um mich herum passiert, und dann mitreden zu können.

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