Schmückt sich Steinberg mit fremden Federn?

Schulallianz wirft Bürgermeisterin „weichgezeichnete Selbstdarstellung“ zum Thema Schulbausanierung vor

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04. September 2018, 16:05 Uhr

Die Pinneberger Schulallianz attestiert Urte Steinberg (parteilos) im Zuge ihres Bürgermeister-Wahlkampfs zum Thema Schulsanierung eine „sehr weichgezeichnete Selbstdarstellung, die einseitig und beliebig unliebsame Wahrheiten ausblendet“. Zum Beispiel führe Steinberg auf ihrer Internetseite an, dass an der Grund- und Gemeinschaftsschule das alte Schwimmbad für die Sozialarbeit umgebaut, Haus 1 komplett saniert und im Haus 3 neue Nawi-Räume geschaffen wurden. Frauke Runden von der Schulallianz erwidert: „Diese Beschreibung wird den tatsächlichen Begebenheiten in sprachlos machender Weise nicht im Geringsten gerecht. Das Haus 3 hat zwar schöne, neue Räume – steht aber im Keller seit Monaten im Wasser, es kommt zu gesundheitlich bedenklicher Schimmelbildung. Folgerichtig steht daher der Abriss des Gebäudes zur Debatte, und zwar mitsamt der Nawiräume.“ Ebenso empörend wie unwahr sei die Behauptung, Frau Steinberg habe die Schulallianz im Rahmen eines Telefonates initiiert. „Die Initiative kam aus dem Elternbeirat der Theodor-Heuss-Schule. Frau Steinberg wurde darüber informiert und nach ihrer Einschätzung bezüglich einer Zusammenarbeit gefragt. Sie äußerte sich sehr positiv“, erinnert Runden.

Was sagt die Bürgermeisterin? „Aus der Sicht von Schülern, Eltern und Lehrern kann die Schulbausanierung, egal wie viel zum Teil Übermenschliches meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und alle an diesen Erfolgen Beteiligten geleistet haben und leisten, niemals schnell genug voran gehen. Doch was wir alle zusammen bislang erreicht haben, ist enorm. Auch dank der Schulallianz“, so Steinberg. Für die habe die Bürgermeisterin in einem Telefongespräch mit Ulrike Graefen „vor einem Treffen der Schulelternbeiratsvorsitzenden den Zusammenschluss der Schulelternbeiratsvorsitzenden die Idee dazu geliefert“. „Gemeinsam werden wir auch das Wasser-Problem an der Grund- und Gemeinschaftsschule in den Griff kriegen.“

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