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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 04:18 Uhr

A 7-Ausbau : Schleichwege blockieren

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ortskundige nutzen Ausweichrouten durchs Dorf.

von
erstellt am 08.Sep.2015 | 16:00 Uhr

Bönningstedt | Auf Einladung der Bönningstedter SPD-Fraktion referierte Kai Vogel, verkehrspolitischer Sprecher der SPD im Kieler Landtag, kürzlich über den Ausbau der Autobahn 7 und den Folgen für die Gemeinde. Etwa 20 Besucher nutzen die Gelegenheit ausgiebig, Fragen zu stellen und Anregungen einzubringen.

Eines der dringlichsten Themen: Die Ausweichrouten ortskundiger Autofahrer, die bei Stau auf der Kieler Straße durch den Ort fahren. „Meistens werden diese Schleichwege von Insidern genutzt, die sich im Dorf gut auskennen“, betonte Vogel. Einige Besucher bestätigten diese Ansicht und berichteten von Fahrzeugen, die teils mit überhöhter Geschwindigkeit in südlicher Richtung auf dem Hasloher Weg unterwegs seien, um die Ampeln auf der Kieler Straße zu umfahren.

„Könnte die Durchfahrt nicht für die Zeit des Autobahn-Ausbaus mit einer Schranke blockiert oder wenigstens ein Tempolimit eingerichtet werden?“, so die Frage eines Besuchers. „Die Rettungswege müssen auf jeden Fall gesichert sein – und mit Protest der Anlieger bei einer solchen Regelung ist in jedem Fall zu rechnen“, so Vogels Antwort. Seine Empfehlung: „Jetzt sind Sie als Bürger gefordert, diese Fragen Ihren Gemeindevertretern zu stellen.“

Brennpunkte müssten sehr zügig benannt und an den Bürgermeister und die Politiker herangetragen werden. „Diese Punkte müssen in den entsprechenden Ausschüssen behandelt werden“, sagte Vogel. Viel Zeit bleibe nicht mehr, um konkrete Vorschläge umsetzen zu können, mahnte der Politik.

„Insgesamt ist der Ausbau bislang gut im Zeitplan“, berichtete Vogel. Die Zahl der Unfälle in den derzeitigen Baustellenbereichen sei bislang gering. „Hier zahlt sich aus, dass Erkenntnisse aus dem Ausbau der A1 umgesetzt wurden – wie zum Beispiel die verbreiterte linke Spur“, erklärte der SPD-Sprecher.

Grundsätzlich setze er sich für den Ausbau der S  21 ein, um mehr Pendler mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem in die Hansestadt befördern zu können. „Ich gehe davon aus, dass das Planfeststellungsverfahren 2018 abgeschlossen sein wird“, sagte Vogel. Auf die Proteste einer Bürgerinitiative von Ellerauer Anwohnern an der Bahnstrecke angesprochen – sie befürchten die Verkleinerung ihrer Grundstücke – betonte Vogel, dass Bürgerinteressen immer wichtig seien. „In diesem Fall gibt es jedoch deutlich mehr Befürworter als Gegner“, sagte Vogel.

„Was passiert mit der Buslinie 295 während der siebenmonatigen Sperrung wegen des Brückenneubaus auf der Norderstedter Straße?“, war ebenfalls eine Frage, die vielen Gästen unter den Nägeln brannte. Eine Lösung sei ihm nicht bekannt, er werde diese Frage jedoch mit nach Kiel nehmen, sagte Vogel. Er stellte aber auch klar: „Während der Bauarbeiten müssen Behinderungen in Kauf genommen werden.“

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