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Prognose 2017 : Schlechtes Wetter: Helgoland kann Gästezahlen nicht weiter steigern

vom

Helgoland kann die guten Gästezahlen des Vorjahres nicht übertreffen. 2018 sollen viele Neuerungen Gäste anziehen.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2017 | 07:18 Uhr

Helgoland | Aufgrund des schlechten Wetters in den vergangenen Wochen wird Helgoland seine Gästezahlen 2017 anders als im Vorjahr voraussichtlich nicht steigern können. So lautet die Einschätzung des Tourismusdirektors Lars Johannson. „Aktuell erwarten wir ein Ergebnis in etwa gleicher Höhe wie 2016“, sagte der 43-Jährige. Damals lag die Gesamtzahl zum Jahresende bei 357.000 Tages- und Übernachtungsgästen. „Bis Ende August sah es danach aus, als könnten wir das extrem gute Ergebnis des letzten Jahres – Steigerung der Gästezahlen um etwa 20 Prozent im Vergleich zu 2015 – noch einmal toppen“, berichtete Johannson.

„Doch allein im September 2017 hatten wir wetterbedingt 20 Schiffsausfälle.“ Er sei jedoch optimistisch, dass die Zahl der Übernachtungsgäste – 2016 waren es 87.000 – Ende des Jahres etwas höher sein werde. „Im Halbjahresergebnis konnten wir eine Steigerungsrate von vier Prozent zum Vorjahr verzeichnen.“ Die Gemeinde sei bisher zufrieden mit der touristischen Entwicklung in diesem Jahr.

Am Samstag endete die Übernachtungssaison auf der Helgoland vorgelagerten Düne. „Das heißt aber nicht, dass die Düne dann in den Winterschlaf verfällt“, sagte Johannson. „Dann beginnt quasi eine neue ,Hauptsaison‘, die Geburtensaison der Kegelrobben.“ Verlängert wird den Angaben zufolge derzeit ein Bohlenweg, der nur im Winter begehbar ist und von dem aus die Besucher das Naturschauspiel beobachten können.

In den besten Zeiten Mitte der 70er Jahre kamen angelockt von Butterfahren und Zollfreiheit jedes Jahr noch mehr als 700.000 Tagesgäste auf die Hochseeinsel. Ziel sei es, in den kommenden Jahren die Marke von 400.000 Gästen wieder zu knacken, erklärte Johannson.

Dazu sollen viele Neuerungen beitragen. So werden auf der Südseite der Düne weitere sieben Bungalows eingerichtet. „Das soll das für 2018 schon nahezu ausgebuchte Bungalowdorf weiter aufwerten“, sagte der Tourismusdirektor. Im kommenden Jahr solle mit zwölf zusätzlichen Neubauten begonnen werden – mehr als 50 Wohneinheiten insgesamt sollen es laut Kurverwaltung aber nicht werden. 2018 sollen zudem Schlafstrandkörbe und eine Strandsauna Gäste an den Nordstrand der Düne locken.

Damit Tagesgäste noch länger auf der Insel bleiben können, werde die MS „Helgoland“ der Reederei Cassen-Eils von Juni bis August 2018 eine Stunde früher (9.15 Uhr) in Cuxhaven abfahren und erst eine Stunde später (17.15 Uhr) als bislang wieder die Rückreise antreten, sagte Johannson. Im Juli und August werde es zudem Sonderfahrten an allen Samstagen geben. Einen positiven Effekt für die Tourismusbranche erwartet die Kurverwaltung auch von dem neuen Katamaran der Reederei FRS, der den „Halunder Jet“ ersetzen und 2018 von Hamburg aus Deutschlands einzige Hochseeinsel ansteuern wird.

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