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Pinneberger Tageblatt

24. November 2017 | 21:32 Uhr

Wake-up-Pi : Schlammschlacht hinter der Drostei

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Besucher lassen sich von Matsch und Regen nicht abschrecken. Headliner I-Fire aus Hamburg zieht die Massen an.

shz.de von
erstellt am 11.Sep.2017 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Wacken, Hurricane und Wake-up-Pi – die drei Rockfestivals verbinden in diesem Jahr außer der Musik zwei Dinge: viel Wasser von oben und viel Matsch von unten. „Das ist hier heute eine ziemliche Schweinerei“, stellte Stadtjugendpfleger Raimund Bohmann am Sonnabend fest. Im Backstage-Bereich, wo Bands und die etwa 50 Helfer aus dem Verbund der Pinneberger Jugend- und Kindereinrichtungen versorgt werden, schwamm der Boden. Der Matsch hatte mittlerweile alle Bretter und das ausgestreute Heu bedeckt. „Hätten wir hier nicht Platten und Stroh ausgelegt, wäre im Backstagebereich gar nichts mehr gelaufen. Wortwörtlich.“

Schon beim Aufbau hatten die Helfer mit dem durchweichten Boden hinter der Drostei zu kämpfen. „Wir haben hier alles mögliche aus dem Sumpf gezogen: Lkw, Autos und Anhänger.“ Carsten Lauck vom Pferdehof Lauck hatte schon im Vorfeld seine Hilfe angeboten. „Die war auch dringend notwendig. Ich weiß gar nicht, wie oft er mit dem Trecker hier aushelfen musste“, sagte Bohmann. „Das war echt gut.“ Dabei ging der Aufbau ansonsten schneller als in den vergangenen Jahren. „Wir hatten eine neue Bühne, die von vier Leuten in eineinhalb Stunden aufgebaut werden konnte. Sonst brauchten zehn Leute neun Stunden“, erläuterte Joe Ratelbeck, seit Jahren für die musikalische Programmgestaltung zuständig.

Doch hatte der Schlamm auch seine guten Seiten. „Hier hätte sich jeder Lkw festgefahren“, scherzte Bohmann mit Blick auf die neuen Sicherheitsvorkehrungen. Alle Straßen zum Drosteiplatz wurden in diesem Jahr mit 500 Kilogramm schweren Betonklötzen gesichert. „Das sind die neuen Auflagen der Sicherheitsbehörden, mit denen wir auch zukünftig leben müssen, da es ein hohes Gefährdungspotenzial für die Veranstaltung gibt“, so Bohmann.

Während der Nachmittag noch etwas schleppend anlief, stapften immer mehr Besucher über die Drosteiwiese je näher der Auftritt von Top-Act „I-Fire“ – einer Mischung aus Reggae und Hip Hop, rückte. „Die Bands waren in diesem Jahr alle richtig gut. Das war echt schwer zu entscheiden, wer anfängt“, sagte Ratelbeck. Die Jungs in Cordhosen, Einsturz, Royal Remains, Inflator, Trailer Park Sex und Brazing Bull rockten den Drosteiplatz, I-Fire ließ den komplett vollen Platz stimmungsmäßig explodieren. „Wir hätten uns ein paar mehr Besucher am Nachmittag gewünscht, aber letztendlich sind wir absolut zufrieden“, zog Bohmann Bilanz und ergänzte: „Gut, dass wir die ersten hier auf der Wiese waren. Beim Kinderfest werden wir mit dem Boden zu kämpfen haben.“

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