Schlaglöcher, Risse und Absenkung

Nicht nur auf den Landes- und Kreisstraßen gibt es Schlaglöcher – auch innerorts, wie hier in der Barmstedter Marktstraße, ist Vorsicht beim Fahren geboten.
Nicht nur auf den Landes- und Kreisstraßen gibt es Schlaglöcher – auch innerorts, wie hier in der Barmstedter Marktstraße, ist Vorsicht beim Fahren geboten.

Landesstraßen im Kreis Pinneberg sind nicht im besten Zustand / Ausbau erfolgt nach Prioritätenplan

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12. Juni 2014, 11:16 Uhr

Wer mit dem Auto an der Kreuzung Elmshorner Straße/Quickborner Straße in Pinneberg von der Kreisstraße 21 auf die L76 abbiegt, dessen Stoßdämpfer werden auf die Probe gestellt. Schlaglöcher lassen die Wagen leicht hüpfend um die Kurve fahren. Nicht nur an dieser Stelle müssen Autofahrer im Kreis Pinneberg mit besonderer Vorsicht fahren – viele Straßen im Kreis Pinneberg sind in einem schlechten Zustand. Schlaglöcher und Risse – wie in Pinneberg – gibt es nahezu überall.

Noch schlechter ist die Situation auf der L109, die Elmshorn und Seester miteinander verbindet, seit Anfang 2013 gilt dort Tempo 50, da die Fahrbahn in einem schlechten Zustand ist. Teilweise ist die Straße bis zu 20 Zentimeter am Fahrbahnrand abgesenkt, Risse und Löcher sind im Asphalt. „Die ganze Marsch ist betroffen, die Erde lebt in diesem Bereich“, sagte Ralph Kremeskötter, Verkehrsreferent des Automobil Club Pinneberg im ADAC für den Kreis Pinneberg.

In den nächsten drei Jahren wird dort jedoch nicht saniert. „Wir haben nicht für alle Maßnahmen ausreichende Haushaltsmittel“, sagt Kai-Uwe Schacht, Leiter der zuständigen Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) in Itzehoe dazu. Bei der Finanzierung solcher Maßnahmen gebe es kein Gießkannenprinzip. „Die Mittel müssen so wirtschaftlich wie möglich eingesetzt werden“, begründet Schacht. Um dies zu gewährleisten hat das Landesministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie eine Analyse des Zustandes der Landesstraßen vorgenommen. „Basierend auf den Kriterien Netz- und Verbindungsfunktion ist dann ein Erhaltungsprogramm entwickelt worden“, sagt Schacht. In der daraus entstandenen Prioritätenliste ist die L109 nicht zu finden, da weder die Verkehrsmenge, noch die Netzfunktion dieser Straße tragend ist.

Trotzdem wird sich im Kreis Pinneberg einiges tun. Für dieses Jahr steht noch die L 99 zwischen Egenbüttel und der Landesgrenze zu Hamburg auf dem Programm. Dort werden die Asphaltschichten erneuert. Die L76 zwischen Ellerau und Quickborn und die L110, die Barmstedt und Bevern verbindet, werden Grunderneuert. 2015 sollen auf der L76 von Pinneberg bis Quickborn sowie der L110 von der A23 bis nach Ellerhoop ebenfalls der Asphalt erneuert werden. Auf beiden Straßen herrscht viel Verkehr, der die Maßnahmen rechtfertigt.

Die Asphaltdecke der L75, die Elmshorn mit der Bundesstraße 4 verbindet, soll 2016 erneuert werden. Diese Straße wird stark genutzt und hat eine Netzfunktion. Im letzten Jahr des Erhaltungsprogramms steht die L103 auf der Agenda. Zwischen Schenefeld und der Landesgrenze soll die stark befahrene Straße neuen Asphalt erhalten.

Gute Nachrichten gibt es für die Landesstraße 105 zwischen Wedel und Pinneberg, die seit Mitte vorigen Jahres ausgebaut wurde. Dank des relativ milden Winters dürfte einer Freigabe für den Verkehr Mitte August nichts mehr im Wege stehen, so Schacht. Aktuell bereitet der LBV außerdem den Ausbau der L110 zwischen Bevern und Ellerhoop vor. Dieser soll noch in diesem Jahr beginnen soll.

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