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Neue Ausstellung im Rathaus : „Schenefelds schöne alte Häuser“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ausstellung „Schenefelds schöne alte Häuser“ im Rathaus eröffnet. Initiator Frank Grünberg steht als Ansprechpartner zur Verfügung.

Schenefeld | Die Ausstellung „Schenefelds schöne alte Häuser“ präsentiert von „Schenefelds, schönen alten Herren“: Mit einem Gag hat Initiator Frank Grünberg seine Häuser-Dokumentation eröffnet. Grünberg hielt – wie seine Unterstützer Gerhard Manthei, Herbert Lüdemann und Eckhard Vogelgesang – während der Ausstellungseröffnung im Rathaus Schenefeld Schilder in der Hand, die sich zu einem Gesamtbild zusammenfügten. „Es ist unglaublich, dass Frank Grünberg als jemand, der nur fünf Jahre hier lebt, eine solche Ausstellung auf die Beine gebracht hat“, zollte Vogelgesang dem Neu-Schenefelder Grünberg Respekt.

Der Ausstellungsinitiator konzipierte in mühevoller Kleinarbeit eine Ausstellung zu den alten Gebäuden der Düpenaustadt, die noch bis zum 17. November im Ausstellungsraum des Rathauses gezeigt wird. Insgesamt sind in der Präsentation 62 historische Gebäude zu sehen. Die alten Reetdachgebäude sowie Gebäude mit Erkern und Stuck prägen das Stadtbild.

Zu fast jedem Haus lässt sich eine spannende Geschichte erzählen. Die Anekdoten zu einzelnen Bauwerken rufen gerade bei älteren Schenefeldern liebgewordene Erinnerungen hervor, an denen wiederum jüngere Menschen sehr gerne teilhaben möchten. Vorgestellt werden Architekten-, Bauern-, Fachwerk-, Reetdach- und Wohnhäuser. Viele der „Schenefelder Perlen“ befinden sich an Straßenzügen wie Haupt- und Nedderstraße, Halstenbeker Chaussee, Schambrooksweg und Waterhorn. Die Schenefelder-Urgesteine Lüdemann und Vogelgesang sowie die Geschichtsexperten Manthei und Grünberg nahmen sich während der Vernissage ausgiebig Zeit, die Historie einzelner Häuser zu erörtern. Vogelgesang kam ausgiebig auf das an der Hauptstraße 84 gelegene Haus von Inge Rüpcke zu sprechen.

Martina Schüler wurde bereits im Alter von 18 Jahren Hausbesitzerin. Ihr gehört das Haus an der Hauptstraße 47, dessen Eingang zum Geschäft für selbstkreierte Geschenkartikel die Aufschrift 'Schröder' ziert.
Martina Schüler wurde bereits im Alter von 18 Jahren Hausbesitzerin. Ihr gehört das Haus an der Hauptstraße 47, dessen Eingang zum Geschäft für selbstkreierte Geschenkartikel die Aufschrift "Schröder" ziert. Foto: Heiderhoff
 

Das reetdachgedeckte Gebäude – Baujahr 1680 – befindet sich schon vom Jahre 1874 an im Besitz der Familie Rüpcke und wurde lange als Bauernhof betrieben. Vogelgesang war in dem Haus – mit Storchennest auf dem Dach – gerngesehener Gast. „Opa Johnny Rüpcke“ habe ihn als Sechsjähriger angehalten zu singen. „Storch, Storch, Nester bring uns doch ne Schwester“, krakeelte der damals sechsjährige Vogelgesang dann auch wunschgemäß auf dem Schoß des älteren Herren. Tatsächlich dauerte es nach dessen Liedvortrag nicht mehr lange, bis Vogelgesangs schwangere Mutter eine gesunde Tochter zur Welt brachte. Inge Rüpcke ließ es sich im Zuge des Vortrags nicht nehmen, ein paar Worte über ihr historisches Elternhaus zu verlieren. Die im Inneren mit Fachwerk ausgestalteten Wände wurden damals noch fast ausschließlich mit Lehm zusammengesetzt.

Erst im Jahre 1898 baute die Familie Rüpcke dort einen Kuhstall an. In alten Zeiten gab es im Haus nur ein Schlafzimmer, in denen die gesamte Familie – immer zu zweit – in den jeweiligen Betten lag. „Heute bin ich die letzte aus der Familie, die dort auf 300 Quadratmetern wohnt und aufpasst, dass alles Alte erhalten bleibt“, erläuterte Rüpcke.

Die Ausstellung erfreute sich eines regen Interesses.
Die Ausstellung erfreute sich eines regen Interesses. Foto: Heiderhoff
 

Im Zuge der Vernissage dankte Initiator Grünberg den Sponsoren, die ihm Sekt und Begleithefte zur Ausstellung finanziert hatten. Selbst kreierte er noch ein kleines Spendenhaus sowie ein die Dokumentation begleitendes Gästebuch. Grünberg wird von heute an – eine Woche lang – vom 10 bis 12 Uhr im Ausstellungsraum des Rathauses als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.
 

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