Treuhandstiftung : Schenefelder spendet für Notenständer, Bälle und Strom

Gestern hat der Weihnachtsmann bei der Tafel in Schenefeld für glückliche Kinder gesorgt. David (5, Foto, links) und sein Bruder Miguel (8) nahmen die ersten Pakete entgegen.
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Gestern hat der Weihnachtsmann bei der Tafel in Schenefeld für glückliche Kinder gesorgt. David (5, Foto, links) und sein Bruder Miguel (8) nahmen die ersten Pakete entgegen.

Uwe Spaude sorgt mit seiner Stiftung für einen Geldsegen. 300 Euro gehen jeweils an das Juks und die Tafel.

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15. Dezember 2017, 12:30 Uhr

Schenefeld | Jedes Jahr sorgt der Schenefelder Uwe Spaude im Dezember für eine vorgezogene Bescherung: Seine Treuhandstiftung schüttet Geld aus, um Vereine und Initiativen in der Stadt zu fördern. Dieses Mal haben die Schenefelder Tafel und das Juks jeweils 300 Euro und der Verein Kräla 250 Euro erhalten.

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) bedankte sich bei Spaude während der Spendenübergabe im Juks. Sie hatte Spaude Vorschläge unterbreitet, wer die Finanzspritze diesmal gut gebrauchen kann. Die Unterstützung sei nicht selbstverständlich, betonte die Rathauschefin. In Schenefeld gebe es nur eine Stiftung, die hilft, wenn bei den Ehrenamtlichen der Schuh drückt.

Else Matzen vom Kräla-Treff freute sich über die Unterstützung, mit der Spaude nicht zum ersten Mal ihr und Gatte Willi Matzen unter die Arme gegriffen hat. „Herr Spaude hat uns richtig mit aufgebaut“, sagte sie. Sie reichte Küchenhof einen Wunschzettel der Kinder. Auf dem stand geschrieben: „Wir wünschen uns einen Notenständer, Gitarrengurte und Verstärker mit Mikrofon. Zehn Euro haben wir schon zusammen.“ Da dies nicht ganz ausreichen wird, kommt die Spende gerade richtig. Der Verein Kräla kümmert sich um Kinder und Jugendliche im Krähenhorst. „Wenn es das in jeder Wohnanlage gäbe, wie viele Probleme es dann weniger gäbe“, sagte Tafel-Chef Mathias Schmitz anerkennend.

Er selbst will das Geld für die Grundinfrastruktur des Vereins einsetzen. Mit den 300  Euro sollen die laufenden Kosten wie Strom und Heizung beglichen werden. Besonders aufwendig sei für die Tafel-Helfer die Lebensmittelentsorgung. Denn die Spenden der Supermärkte müssten zunächst sortiert werden. Über mangelnde Lebensmittel kann sich die Tafel nicht beklagen. Auch immer mehr Privatpersonen würden Spenden vorbeibringen, berichtete Schmitz. „Das ist ganz toll. Wir genießen eine hohe Anerkennung in der Bevölkerung.“ Insgesamt 300 Kunden kämen jede Woche zum Osterbrooksweg.

Den Zweck der Spende konnte auch Juks-Chef Jörg Wilcke vermelden. Derzeit gebe es viele Tischtennis-Fans unter den Jugendlichen. Die Platte sei in einem guten Zustand. Allerdings fehlten Bälle, Schläger und ein neues Netz. Ein Student, der Sport auf Lehramt studiert, unterstütze die Jugendlichen im Jugendzentrum dabei.

Auch Niels Gehrmann und Nathalie May von der Bürgerstiftung der Volksbank Pinneberg-Elmshorn kamen zur Spendenübergabe. Die Bürgerstiftung ermöglicht die Rahmenbedingungen, unter deren Dach Spaude sein Erspartes bereits seit dem Jahr 2010 als „Treuhandstiftung“ Vereinen und Projekten in der Düpenaustadt zukommen lässt.

„Das ist ein tolles Netzwerk in Schenefeld“, sagte Küchenhof abschließend. „Es bleibt alles in der Stadt.“

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