25-jähriges Bestehen : Schenefelder Montessori Kinderhaus feiert mit neuem Klettergerüst

Das neue Klettergerüst wurde im Rahmen der Jubiläumsfeier präsentiert.
Das neue Klettergerüst wurde im Rahmen der Jubiläumsfeier präsentiert.

Zum 25. Geburtstag wurde das Spielgerät im Wert von 20.000 Euro eröffnet.

shz.de von
04. Juni 2018, 12:30 Uhr

Schenefeld | Sie gehören zu den Pionieren in der integrativen und inklusiven Kinderbetreuung: Das Montessori Kinderhaus der Lebenshilfe Schenefeld, Kehrwieder 7, feierte sein
25-jähriges Bestehen am vergangenen Samstag mit einer Riesenparty.

Am Samstagvormittag fand das Fest statt, das mit vielen tollen Spielen, Hüpfburg und Co., beschwingter Gitarren-Musik und zahlreichen Leckereien ein großes Vergnügen für die ganze Familie war. Dass das in dieser Form umgesetzt werden konnte, dafür hatten im Vorwege viele fleißige Helfer gesorgt: Eltern, Mitarbeiter und natürlich die Kinder selbst, die die Räume geschmückt und fleißig gebastelt hatten.

Eingeweiht durch die Kinder wurde auch das neue Spielgerät im Wert von etwa 20.000 Euro. Der Montessori-Förderverein hatte mit viel Engagement das benötigte Geld über Spenden gesammelt und es so möglich gemacht, dass ein Spielgerät gekauft werden konnte, dass auch für kleine Kinder und Kinder, die nicht so gut laufen können, geeignet ist.

Viele Spenden

Denn jeder kann das Spielgerät über die niedrige Treppe erklimmen. Viele Firmen, einige Stiftungen und auch Eltern und Großeltern der Kinderhaus-Schützlinge haben gespendet. Ein Dankeschön ging auch an die Stadt, die die Kosten für den Fallschutz übernommen hat.

Mit diesem tollen Klettergerät, das inmitten des großen Außengeländes seinen Platz gefunden hat, wurde einmal mehr deutlich, dass Inklusion im integrativen Montessori Kinderhaus eine Herzensangelegenheit ist. „Es war von vornherein wichtig, dass auch ganz Kleine oder Kinder mit Handicap das Spielgerät nutzen können“, sagte Sabine Schmidt, Leiterin der integrativen Einrichtung in Schenefeld.

Stolz hält Jasper seinen selbst fabrizierten Button hoch.
Margot Rung
Stolz hält Jasper seinen selbst fabrizierten Button hoch.
 

Begonnen hat die Arbeit der Lebenshilfe mit der Betreuung von jugendlichen und erwachsenen Menschen mit Behinderung. Der Bedarf, auch jüngere Menschen, Kinder, zu betreuen, war vorhanden. Gemeinsam überlegten Mitglieder der Lebenshilfe und Eltern, ein weiteres Montessori Kinderhaus zu bauen. Die pädagogische Arbeit nach dem Konzept der Pädagogik von Maria Montessori auszurichten, war bereits entschieden.

„Jetzt ist das Kinderhaus 25 Jahre alt, und wir durften die Kinder ein Stück auf ihrem Weg begleiten“ resümierte Sabine Schmidt, die sich zusätzlich freute, dass auch „ehemalige“ Kinder, inzwischen junge Erwachsene, zum Feiern gekommen waren.

Am 8. Februar 1993 konnten die ersten Kinder ihr Montessori Kinderhaus in Augenschein nehmen. Die Öffnungszeiten waren von Beginn an sehr elternfreundlich, so dass die Kinder in der Zeit von 7 bis 18 Uhr betreut werden konnten. Immer standen die Kinder im Mittelpunkt der Arbeit. Im Kinderhaus wird ein gemeinsames Leben und Lernen von Kindern mit und ohne erhöhten Förderbedarf ermöglicht. Die Umgebung wird so vorbereitet, dass jedes Kind selbsttätig Erfahrungen sammeln kann. Getreu dem Motto Maria Montessoris: „Hilf mir, es selbst zu tun“
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