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Diskussion um das Dorfleben : Schadet Wachstum kleinen Kommunen?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de hat Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem Kreis Pinneberg befragt.

shz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 10:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Droht den Dörfern der schleichende Tod? Das Interview von shz.de mit dem Humangeographen Gerhard Henkel hat im Kreis Pinneberg für Gesprächsstoff gesorgt. Der Autor des Buches „Rettet das Dorf“ sieht Handlungsbedarf, damit kleine Gemeinden nicht ihre Identität verlieren. Besonders der Zuzug von Großstädtern könne dem Zusammenleben im Dorf schaden.

So schwarz sehen es die Bürgermeister in unserer Region nicht. Das hat eine Nachfrage bei den Bürgermeistern von 16 Gemeinden ergeben. Sie sehen ihre Kommunen dank Vereinen und Verbänden gut aufgestellt – auch wenn Gasthöfe, Poststellen und Polizeistationen schließen.

Hetlingens Bürgermeisterin Monika Riekhof sieht den Fortbestand ihres Dorfes keinesfalls gefährdet. „Unser Dorf hat Zukunft“ ist ihr Motto. 2015 hatte Hetlingen an dem gleichnamigen Wettbewerb teilgenommen. Angesichts des Zuzugs sieht Riekhof  Handlungsbedarf: „Wir werden vermutlich noch in diesem Jahr ein erstes Neubürgertreffen organisieren, auf dem sich alle Vereine und Verbände vorstellen.“ Es sei wichtig, aktiv auf die Zugezogenen zuzugehen. Zur Teilnahme am Dorfleben könne man  niemanden zwingen. Die vielfältigen Angebote in Hetlingen hätten aber für jeden etwas zu bieten.

Kerstin Frings-Kippenberg (SPD), Bürgermeisterin von Kölln-Reisiek: „Ich habe uns voll wieder gefunden, da auch wir eine schnelle Entwicklung genommen haben. Ich nehme es nicht als Problem wahr, aber es ist deutlich zu spüren.“

Kerstin Frings-Kippenberg (SPD), Bürgermeisterin von Kölln-Reisiek: „Ich habe uns voll wieder gefunden, da auch wir eine schnelle Entwicklung genommen haben. Ich nehme es nicht als Problem wahr, aber es ist deutlich zu spüren.“

Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD), Bürgermeister von Heidgraben: „So kritisch sehe ich unser Dorfleben nicht. Allerdings muss ich gestehen, dass einige Tendenzen spürbar sind. Begeistern kann man durch ein vielfältiges Angebot der Vereine.“

Ernst-Heinrich Jürgensen (SPD), Bürgermeister von Heidgraben: „So kritisch sehe ich unser Dorfleben nicht. Allerdings muss ich gestehen, dass einige Tendenzen spürbar sind. Begeistern kann man durch ein vielfältiges Angebot der Vereine.“

Karl-Heinz Weinberg  (CDU), Bürgermeister von  Moorrege: „Die Gemeinde  muss die Großstädter nicht für das Dorfleben begeistern. Großstädter, aber auch Bürger der umliegenden Kommunen sind von der Infrastruktur überzeugt.“

Karl-Heinz Weinberg  (CDU), Bürgermeister von  Moorrege: „Die Gemeinde  muss die Großstädter nicht für das Dorfleben begeistern. Großstädter, aber auch Bürger der umliegenden Kommunen sind von der Infrastruktur überzeugt.“

Hans-Joachim Banaschak (CDU), Bürgermeister von Appen: „Mit ‚Appen im Blick‘ erreichen wir jeden Neubürger. Auch Sportvereine, Feuerwehr, Kita und Kirche sind sehr engagiert. Im Gemeinderat sitzen ein Drittel Neubürger.“

Hans-Joachim Banaschak (CDU), Bürgermeister von Appen: „Mit ‚Appen im Blick‘ erreichen wir jeden Neubürger. Auch Sportvereine, Feuerwehr, Kita und Kirche sind sehr engagiert. Im Gemeinderat sitzen ein Drittel Neubürger.“

Erika Koll (SPD), Bürgermeisterin von Kummerfeld: „Der Artikel in Ihrer Zeitung hat mir Aufwind gegeben, mich wieder um ein Dorf-Gemeinschafthaus zu bemühen.“ Der Weg führe über Begegnung und Kultur. Eigene Räume vereinfachten das.

Erika Koll (SPD), Bürgermeisterin von Kummerfeld: „Der Artikel in Ihrer Zeitung hat mir Aufwind gegeben, mich wieder um ein Dorf-Gemeinschafthaus zu bemühen.“ Der Weg führe über Begegnung und Kultur. Eigene Räume vereinfachten das.

Jürgen Rahn (CDU), Bürgermeister von Borstel-Hohenraden: „Die Dörfer müssen sich etwas einfallen lassen.“ Viele kleine Schritte seien wichtig, damit sich Zugezogene engagieren und wohlfühlen: Zum Beispiel Vereinsleben und eine starke Wehr.

Jürgen Rahn (CDU), Bürgermeister von Borstel-Hohenraden: „Die Dörfer müssen sich etwas einfallen lassen.“ Viele kleine Schritte seien wichtig, damit sich Zugezogene engagieren und wohlfühlen: Zum Beispiel Vereinsleben und eine starke Wehr.

Uwe Schölermann (CDU), Bürgermeister von Haseldorf: „Unser Dorf spricht für sich. Wer zu uns zieht, hat sich in der Regel über alles informiert. Die Einbindung funktioniert vielfach über unsere Vereine, Kita und Schule.“

Uwe Schölermann (CDU), Bürgermeister von Haseldorf: „Unser Dorf spricht für sich. Wer zu uns zieht, hat sich in der Regel über alles informiert. Die Einbindung funktioniert vielfach über unsere Vereine, Kita und Schule.“

Günther Hildebrand (FDP), Bürgermeister von Ellerbek: „Wir machen die Erfahrung, dass junge Familien schnell über Kita, Schule und das Vereinsleben Kontakte zu Einheimischen knüpfen. Wer Interesse daran hat, nimmt am Dorfleben teil.“

Günther Hildebrand (FDP), Bürgermeister von Ellerbek: „Wir machen die Erfahrung, dass junge Familien schnell über Kita, Schule und das Vereinsleben Kontakte zu Einheimischen knüpfen. Wer Interesse daran hat, nimmt am Dorfleben teil.“

Walter Rißler (CDU), Bürgermeister von Holm: „Wir  bieten interessante Freizeitangebote, wie den künftigen Mehrgenerationenplatz. Und wir haben das Ohr am Bürger über Kitas und Schule, damit wir platzmäßig auf dem Laufenden sind.“

Walter Rißler (CDU), Bürgermeister von Holm: „Wir  bieten interessante Freizeitangebote, wie den künftigen Mehrgenerationenplatz. Und wir haben das Ohr am Bürger über Kitas und Schule, damit wir platzmäßig auf dem Laufenden sind.“

Bernhard Brummund (SPD), Bürgermeister von Hasloh: „Wir haben früher Begrüßungsabende für Neubürger veranstaltet. Für Eltern sind Kita und Schule Anknüpfungspunkte, aber auch örtliche Veranstaltungen stoßen auf Interesse.“

Bernhard Brummund (SPD), Bürgermeister von Hasloh: „Wir haben früher Begrüßungsabende für Neubürger veranstaltet. Für Eltern sind Kita und Schule Anknüpfungspunkte, aber auch örtliche Veranstaltungen stoßen auf Interesse.“

Hans-Barthold Schinckel (Wählergemeinschaft), Bürgermeister von Klein Nordende: „Seit rund zwei Jahren gibt es bei uns eine Neubürgerbroschüre. Und wir wollen im Juli alle Zuzügler der letzten Monate ins Gemeindezentrum einladen.“

Hans-Barthold Schinckel (Wählergemeinschaft), Bürgermeister von Klein Nordende: „Seit rund zwei Jahren gibt es bei uns eine Neubürgerbroschüre. Und wir wollen im Juli alle Zuzügler der letzten Monate ins Gemeindezentrum einladen.“

Henriette Krohn (parteilos), Bürgermeisterin von Tangstedt: „Wir haben Bürger direkt angesprochen, viele haben sich sofort sehr engagiert. Weitere konkrete Maßnahmen werden im Zuge der Umsetzung des Ortsentwicklungskonzepts beraten.“

Henriette Krohn (parteilos), Bürgermeisterin von Tangstedt: „Wir haben Bürger direkt angesprochen, viele haben sich sofort sehr engagiert. Weitere konkrete Maßnahmen werden im Zuge der Umsetzung des Ortsentwicklungskonzepts beraten.“

Hans-Detlef Fuhlendorf (BWG), Bürgermeister von Langeln lädt Neubürger ein, sich in  die Gemeinschaft einzubinden. „Sie sollten  den Ort nicht nur als Schlafdorf bewerten, sondern sich auch an den Aktivitäten für die Gemeinschaft beteiligen.“

Hans-Detlef Fuhlendorf (BWG), Bürgermeister von Langeln lädt Neubürger ein, sich in  die Gemeinschaft einzubinden. „Sie sollten  den Ort nicht nur als Schlafdorf bewerten, sondern sich auch an den Aktivitäten für die Gemeinschaft beteiligen.“ 

 
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