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Pinneberger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 19:18 Uhr

Kreis Pinneberg : Saure Ernte für Obstbauern

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Weniger Erträge, höhere Preise für Verbraucher: Die Apfelernte ist in diesem Jahr kein Vergnügen. Der Winter ist schuld an der Misere.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2013 | 16:11 Uhr

Das stösst den Bauern sauer auf: Die Apfelernte fällt in diesem Jahr deutlich geringer aus als noch 2012. Waren es landesweit im vergangenen Jahr noch etwa 10000 Tonnen, rechnen die Experten des Statistischen Bundesamtes für 2013 nur mit bis zu 3000 Tonnen. Für die Verbraucher bedeutet dies: Äpfel aus der Region werden teurer. Zwischen zehn und 20 Prozent mehr müssen Kunden zahlen. Sowohl der harte Winter als auch die Regenperiode im Frühjahr haben die Apfelernte schrumpfen lassen. Jörn Robohm, Apfelbauer aus dem Alten Land, ist jede Woche auf dem Pinneberger Wochenmarkt. Er beklagt mehr als 30 Prozent Ernteeinbußen. Zwar könne er seine Äpfel etwas teurer verkaufen, doch der höhere Preis gleicht die Ernteausfälle und den damit verbundenen Umsatzrückgang nicht aus. „Im Grund ist der Preis immer noch zu gering“, berichtet er im Gespräch mit dieser Zeitung. Er verkauft seine Äpfel nicht nur auf den Wochenmärkten, sondern auch an Großhändler, die dann die Ware weiter vertreiben. Und denen kann er in diesem Jahr nicht die Mengen anbieten, die in den vergangenen Jahren erzielt wurden. Das Bild an den Verkaufsständen ist ähnlich. Nur vom Apfelverkauf können viele Bauern nicht leben.

Trotz der miesen Ernte: Die Qualität der Äpfel ist gut. „Sie sind fest in der Konsistenz, haben einen guten Geschmack“, so Robohm. Besonders gefragt seien auch in diesem Jahr die Sorten „Elster“ und „Cox“.

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