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Pinneberg : Satirische Seitenhiebe auf der Bühne

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

350 Zuschauer bejubeln Mix aus Gesang, Show und Parodie. Schenefelder Kulturverein plant weitere Veranstaltungen in der Kreisstadt.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2015 | 16:30 Uhr

Pinneberg | „Unsere Kanzlerin hieß noch Helmut Kohl, es gab Paare ohne Selfies – und Kneipen ohne Rauchverbot“: Beim Programm zum 20-jährigen Bestehen hat die A-cappella-Comedy-Gruppe LaLeLu das Jahr 1995 aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet.

Die Gruppe überzeugte mit einem furiosen Musikmix aus Pop, Swing, Jazz und Klassik. „Pinneberg – die Party ist tierisch“, urteilten die Musiker – und trafen damit die Meinung des begeistert applaudierenden Publikums.

Während der ausverkauften Veranstaltung des Kulturvereins Schenefeld im Festsaal des Cap Polonio durften satirische Seitenhiebe auf Politik und Gesellschaft – gepaart mit puren Nonsens-Auftritten – nicht fehlen. Die Musiker zeigten ihre Lust auf Klamauk und Schabernack, indem sie beispielsweise Sänger Enrique Iglesias – bekleidet mit Mütze, Sonnenbrille und „spanischem Schmelz“ als „Lalelu-Stalker“ aufs Korn nahmen. Auch Elvis Presley mit seinem Song „I’m all shook up“ in plattdeutscher Version durfte dabei nicht fehlen.

Mehr als 200 Stücke in 20 Jahren

Der begnadete Stimmenimitator Tobias Hanf ließ es sich nicht nehmen, Peter Maffays Texte literarisch zu analysieren. „Er ist 16 und sie ist 31 – das macht die Qualität seiner Texte aus“, lästerte Bass-Sänger Hanf.

Die Künstler verwöhnten das Publikum mit „ihren größten Hits“ sowie „kleinen Perlen“. Dabei zogen sie immer wieder zahlreiche Prominente wie die Bundeskanzlerin, aber auch Opernstars durch den Kakao. Beim Programm demonstrierten die vier Hamburger, dass sie kein einziges Instrument brauchen, um ihr Publikum mitzureißen. Insgesamt kamen in 20 Jahren LaLeLu mehr als 200 Stücke zusammen. Die selbstironischen Musiker überzeugten mit einer gelungenen Mischung aus Witz, Charme und Melodien. Für ihren vollen Klang, Sound und freche Pointen gab es jede Menge Beifall. Die Mitglieder des Schenefelder Kulturvereins freuten sich über die erfolgreiche Show. „Wir haben 350 Karten verkauft. Der Festsaal im Cap Polonio hat sich bereits bei unserer Veranstaltung ‚Trude träumt von Afrika‘ bewährt“, bilanzierte Vorstandsmitglied Reinhold Polka. Er und der stellvertretende Vorsitzende Heinz Dondera können sich vorstellen, weitere Kultur-Events in Pinneberg zu veranstalten.

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