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Hasloh : Sanierung: Die Gemeinde wagt den Kraftakt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gemeinde muss für die Schule viel Geld ausgeben.

von
erstellt am 02.Apr.2015 | 16:45 Uhr

Hasloh | Stundenlang hatten vergangene Woche die Hasloher Fachausschüsse über die Kosten der Sanierung und des Anbaus der Peter-Lunding-Schule beraten. Für Dienstagabend war eine Sondersitzung des Gemeinderats einberufen worden: Die Ausschreibungen für die Arbeiten an der Sporthalle, die in den Sommerferien ausgeführt werden sollen, mussten auf den Weg gebracht und die Planungen für die Sanierungen am bestehenden Gebäude sowie für den Anbau vorangetrieben werden.

Während der langen Beratungen folgten die Politiker mit einstimmigen oder Mehrheitsbeschlüssen den Empfehlungen der Ausschüsse: Der Anbau soll in Massivbauweise entstehen, die Fenster aus Hartholz sein, die Kosten der Maßnahmen von 6,1 Millionen Euro auf die Folgejahre verteilt werden.

Architekt Juan Hidalgo bestätigte auf Nachfrage von Kay Löhr (FDP), dass es sich „im Prinzip“ um eine Kernsanierung des Schulgebädes handele. Zunächst seien die Planer noch davon ausgegangen, dass im Erdgeschoss nur kleinere Arbeiten notwendig seien, doch inzwischen sei klar geworden, dass Decken und Fußböden erneuert werden müssten – was unweigerlich zu Mehrkosten führe.

Schulleiterin Julia Fietz warb inständig für den Anbau. „Die offene Ganztagsschule liegt im Trend und ohne den Anbau ist das nur unter sehr erschwerten Bedingungen machbar“, sagte sie. Das Konzept sehe vor, dass in Zukunft auch einzelne Tage buchbar seien. „Wir rechnen dann mit Spitzenwerten von bis zu 100 Kindern am Nachmittag“, sagte Fitz. Ohne entsprechend große Räume sei zudem die Umsetzung Inklusion nur schwer möglich.

„Einheitliche Linie der Politik“

Die von Fietz geforderte „einheitliche Linie der Politik“ drückte sich entsprechend in einem einstimmigen Beschluss aus: Die Kosten für den Erweiterungsbau werden in den Haushaltsplan aufgenommen, ein möglicher Zuschuss von maximal 750  000 Euro nach Bewilligung eingepflegt. Die Entscheidung darüber fällt am 21. April.

Bei der Verteilung der Kosten auf die Folgejahre, der sogenannten Verpflichtungsermächtigung, monierte Löhr, dass eine Gesamtbetrachtung fehle. „Es fehlen bei der Rechnung Zins und Tilgung der Kredite, die wir aufnehmen müssen“, so Löhr. Nach seinen Berechnungen kämen weitere 1,8 Millionen Euro zu den 6,1 Millionen dazu. Gunnar Schacht (SPD) argumentierte, dass zumindest ein Teil davon durch die Einnahmen aus den Verkäufen von Baugrundstücken der zweiten Abschnitts der Neuen Mitte aufgefangen werden könne. „Wir haben ja noch nicht einmal die Abrechnung des ersten Abschnitts“, konterte Löhr.

„Das wird eine gewaltige Kraftanstrengung“, gab Bürgermeister Bernhard Brummund (SPD) zu. Über solche Summen entscheiden zu müssen, habe sich keiner gewünscht. „Das ist das größte Projekt, das wir in Hasloh jemals hatten.“

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