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Pinneberg : Sanierung der Grund- und Gemeinschaftsschule hat begonnen

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Sanierung der Grund- und Gemeinschaftsschule: Umbau des Lehrschwimmbeckens hat begonnen. Die Halle wird zum Lehrerzimmer.

Pinneberg | „Hier vergammelt eine Schule“ titelte das Pinneberger Tageblatt vor zwei Jahren. Raumnot, mangelnder Brandschutz, ein Mini-Lehrerzimmer – Rektor Thomas Gerdes hatte Alarm geschlagen. Jetzt haben die Bauarbeiten an der Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) begonnen. Das seit Jahren verwaiste frühere Lehrschwimmbecken wird umgestaltet – für 1,2 Millionen Euro. Und das ist nur der Auftakt eines Sanierungs-Marathons, der 2018 abgeschlossen werden soll.

Wo einst Kinder das Schwimmen lernten, werden Grundschüler sowie Jungen und Mädchen der Sekundarstufe I Freizeiträume erhalten. Etwa 600 Quadratmeter Nutzfläche entstehen. Das alte Bad wird entkernt, Zwischendecken werden eingezogen. „Die Dachhaut bleibt erhalten“, so Architektin Marina Hoffmann. Die Finanzierung des Projekts streckt das klamme Pinneberg über zwei Haushaltsjahre. 2015 sollen die Bauarbeiten an dem Gebäude abgeschlossen sein. Ein Ende der Sanierung bedeutet das noch lange nicht.

Es ist geplant, dass Gerdes mit seinem Kollegium übergangsweise in die umgebaute Schwimmhalle zieht. Somit würde Platz für Bauarbeiter geschaffen. Sie sollen den ebenfalls maroden und viel zu kleinen Verwaltungstrakt der GuGs modernisieren. Seit Jahren klagen die Pauker über katastrophale Arbeitsbedingungen. Nachdem auch überregionale Medien über die Zustände berichtet hatten, war sogar Ministerpräsident Thorsten Albig an die Schule gekommen, um sich ein Bild zu machen. Gerdes lobt die Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Servicebetrieb der Stadt Pinneberg (KSP), der die Sanierung überwacht. „Es läuft gut, alles ist sehr zielorientiert.“

Nach der Modernisierung des Verwaltungstrakts werden die Schulsozialarbeiter in die Ex-Schwimmhalle einziehen. Auch sie leiden aktuell unter großer Enge. Zudem bekommt die Grund- und Gemeinschaftsschule derzeit neue Naturwissenschaftsräume. Auch in den Brandschutz wird in diesem Jahr investiert. „Die Sanierung ist in allen Etappen komplett durchgeplant worden“, sagt Silkata Sahin-Adu vom KSP.

Der Sanierungsstau an Pinnebergs Schulen beläuft sich auf rund 35 Millionen Euro. Die Kreisstadt hat sich gegenüber dem Land Schleswig-Holstein zu einem rigiden Sparkurs verpflichtet, als sie unter dessen so genannten finanzpolitischen Rettungsschirm schlüpfte. Die Kreditaufnahme ist auf jährlich rund drei Millionen Euro begrenzt. In Pinneberg wird darauf gehofft, dass Kiel für die Schulen mehr Spielraum zugesteht.
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erstellt am 15.Okt.2014 | 12:15 Uhr

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