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Dauerbaustelle THS : Sanierung der Abwassersysteme in der Theodor-Heuss-Schule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Umweltausschuss stimmt der Sanierung zu. Die Arbeiten sollen bereits im Frühjahr beginnen.

von
erstellt am 28.Jan.2016 | 16:30 Uhr

Pinneberg | Die Theodor-Heuss-Schule (THS) an der Datumer Chaussee ist seit Jahren eine Dauerbaustelle. Nach Pausenhof und Fassade könnte nun eine weitere hinzu kommen. Am Dienstagabend gab der Umweltausschuss grünes Licht für die Sanierung der Schmutz -und Regenwasserkanalisation auf dem Schulgelände. Mit feuchten Wänden hat die Schule, wie Schulleiter Matthias Beimel gestern betonte, nicht erst seit Kurzem zu kämpfen. „Das ist schon so, seit ich im Amt bin, also seit 2007“, sagte er.

Stimmt die Ratsversammlung dem Entwässerungskonzept auch noch zu, sollen die Arbeiten im Frühjahr dieses Jahres beginnen. Die Pläne sehen vor, zunächst die alten Rohrleitungen durch neue mit größerem Durchmesser zu ersetzen. Wie Projektplaner Jörg-Arwed Jahrmann im Ausschuss betonte, sei die Einleitung des Wassers in die Kanalisation seitens der Stadtwerke allerdings auf 40,3 Liter pro Sekunde begrenzt. Aus diesem Grund müssten auf dem Gelände der Schule zwei Regenrückhaltebecken gebaut werden – beide im Osten des 30.700 Quadratmeter großen Grundstücks in der Nähe der Datumer Chaussee, in der sich die Einleitstelle befindet. Geplant seien geschlossene Becken aus sogenannten Rigolenfüllkörpern. Dabei handele es sich um Kunststoffobjekte, die einfach einzubauen und regelmäßig gespült werden könnten. „Die Erfahrungen, die wir damit gemacht haben, zum Beispiel unter dem Rathausplatz in Halstenbek, sind sehr gut.“, sagte Jahrmann.

Ebenfalls noch in diesem Jahr sollen zudem eine Abdichtung und Drainage der Kelleraußenwand erfolgen. Noch offen ist hingegen der Umgang mit einem Vorstoß von Gerhard Bode. Der Ratsherr und ehemalige Leiter der THS hatte im Ausschuss gefordert, wie bislang einen Teil des Regenwassers für die Bewässerung von Bäumen auf dem Areal zu verwenden. Die Pläne der Planer sehen das nicht vor – um das Gebäude trocken zu halten, sei vielmehr eine vollständige Ableitung des Oberflächenwassers in die Kanalisation erforderlich. Jahrmann sicherte allerdings zu, sich zu diesem Punkt noch einmal Gedanken zu machen.

Nicht mehr in diesem Jahr, sondern erst 2017 sollen hingegen die Außenanlagen an der THS in Angriff genommen werden, für die die Stadt etwa 785.000 Euro und eine Bauzeit von mindestens einem Jahr veranschlagt. Die zeitliche Trennung von der Sanierung der Abwassersysteme sei notwendig, weil beide Maßnahmen „einen erheblichen Eingriff in den Schulbetrieb darstellen“, wie es in dem Papier heißt.

THS-Leiter Beimel bringt diese Argumentation auf die Palme. „Das ist eine reine Schutzbehauptung der Verwaltung. Es geht nur darum, zu verzögern und nicht zu viel auf einmal zu machen“, kritisiert er. Bei drei Monaten Ferien übers Jahr hinweg seien ausreichende Zeitfenster vorhanden, so der Schulleiter.

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