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Umjubelte Vor-Premiere : Salut Salon zeigt im Forum eine fulminante Show

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

„Ein Karneval der Tiere und andere Phantasien“ - schon zum siebten Mal.

shz.de von
erstellt am 26.Jun.2015 | 15:00 Uhr

Schenefeld | Salut Salon hat in Schenefeld schon zum siebten Mal bewiesen, dass man mit der Musik aus den Salons der 1920er Jahre Konzertsäle füllen und das Publikum begeistern kann. Die Gäste im ausverkauften Forum Saal zeigten sich von der Vor-Premiere „Ein Karneval der Tiere und andere Phantasien“ fasziniert.

„Es ist eine gute alte Tradition, in Schenefeld zu spielen“, begrüßte Tour-Manager Thomas Tiedemann die Zuhörer. Die Forum-Gäste kämen als Erste in den Konzertgenuss, weil das Publikum hier „besonders intelligent“ sei, zeigte sich Tiedemann charmant.

Angelika Bachmann (Geige), Iris Siegfried (Geige und Gesang), Anne-Monika von Twardowski (Klavier) und Sonja Lena Schmid (Cello) brachten Tierisches musikalisch virtuos und temperamentvoll auf die Bühne. Weil der berühmte „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns' nur knapp 25 Minuten dauert, setzten die Musikerinnen Saint-Saëns' „zoologischen Phantasien“ eigene entgegen. „Die Grenzen zwischen Mensch und Tier verschwinden häufig. Grund genug, Eigenschaften und Gewohnheiten von Tieren genauer unter die Lupe zu nehmen“, leitete Musikerin Iris Siegfried in das Safari-Programm ein.

Erwachsene und Kinder entführten die Musikerinnen gekonnt in das Tierreich, wo im Zuge von Streitigkeiten Zähne gefletscht und Giftdrüsen gefüllt wurden. Siegfried alias der Löwe rief den Karneval aus, jedes Tier solle sich verkleiden. Die die Tiere verkörpernden Bachmann, Twardowski und Schmid präsentierten sich bei der Show mit venezianischem Federschmuck und roten Nasen. Mit Präzision, Esprit und Witz schlüpften sie in die Rolle von Vögeln, Fischen und Känguru. Ein Konfetti-Regen gegen Ende von Saint-Saëns Karneval ergoss sich über Iris Siegfried. Der Spaß der Musiker wurde hörbar.

Auch weitere Stücke begeisterten. Dazu gehörten Mussorgskis „Kücklein in ihren Eierschalen“ und Billy Mays „Green Hornet“, Kurt Weills Haifisch-Moritat „Mackie Messer “, Rimski-Korsakows „Hummelflug“ und Tschaikowskis „Schwanensee“. Bei allen Einlagen wie Bachs Partitur „Schafe können sicher weiden“ sowie Zigeunerweisen fesselten die Musikerinnen mit Spiel, Gesang und Showelementen. „Hör auf mich, glaube mir, Augen zu, vertraue mir! Schlafe sanft, süß und fein, will dein Schutzengel sein!“. Mit Disneys-Dschungellied der Schlange Kaa endete die fulminante Show. Das Quartett verabschiedete sich unter Bravo-Rufen mit Zugaben, darunter „We`ll meet again“. Die offizielle Premiere des Stücks ist am 15. Juli im Thalia Theater in Hamburg.

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