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Pinneberger Tageblatt

24. August 2017 | 07:32 Uhr

Säureattacke: Acht Jahre Haft für Täter

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gericht: „Es war versuchter Mord“

Der Prozess gegen Birol K. ist beendet. Gestern sprach Richter Eberhard Hülsing ihn am Landgericht Itzehoe wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig. Hülsing sprach eine Freiheitsstrafe in Höhe von acht Jahren aus.

Das Gericht war überzeugt, dass K. am Mittag des 20. Juli 2013 seine Ehefrau auf einer Straße in Pinneberg zunächst mit Salzsäure übergossen und anschließend achtmal mit einem Küchenmesser auf sie eingestochen hatte. Nur mit einer Not-Operation konnte sie gerettet werden.

Staatsanwältin Maxi Wantzen hatte gestern in ihrem Plädoyer eine Freiheitsstrafe in Höhe von zwölf Jahren gefordert. K.s Verteidiger hingegen hatte versucht, dass Gericht davon zu überzeugen, dass von versuchtem Mord keine Rede sein könne, sondern allenfalls von versuchtem Totschlag, wenn nicht gar nur von gefährlicher Körperverletzung in zwei Fällen. Er forderte eine Freiheitsstrafe von maximal sieben Jahren, sollte das Gericht von Totschlag ausgehen. Richter Hülsing sprach in seiner Urteilsbegründung von einer heimtückischen Tat und deshalb von Mordversuch. Zudem gehe das Gericht davon aus, dass die Tat geplant war und K. spätestens dann den Entschluss fasste, seine Ehefrau zu töten, als diese ein Gespräch mit ihm ablehnte. Seite 10

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erstellt am 12.Feb.2014 | 16:00 Uhr

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