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Kreis Pinneberg : S21-Verlängerung: Wann kommt sie?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Endgültiges Wirtschaftlichkeitsgutachten vorgelegt. Durchgängige Zweigleisigkeit beste Variante.

shz.de von
erstellt am 12.Mär.2015 | 15:00 Uhr

Kreis Pinneberg | 2019 könnte sie in Betrieb genommen werden: die neue Bahnstrecke zwischen Hamburg-Eidelstedt und Kaltenkirchen. Dafür würde die Trasse elektrifiziert und so eine Verbindung zum Netz der S-Bahn hergestellt werden. Künftig könnten die Quickborner also auf direktem Weg zum Hamburger Hauptbahnhof fahren.

Doch bisher ist die S21-Nordverlängerung lediglich ein Vorhaben. Denn weder Schleswig-Holstein noch Hamburg haben das Projekt beschlossen. Dabei ist die Grundlage gegeben. Denn die Wirtschaftlichkeit der neuen Strecke wurde bereits im vergangenen Jahr bescheinigt – und nun erneut bestätigt: Während der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Regionalentwicklung und Verkehr des Kreises Pinneberg am Dienstagabend stellte Claudius Mozer von der SVG Südholstein Verkehrsservicegesellschaft das endgültige Ergebnis des Nutzen/Kosten-Gutachtens vor.

Ja zur S21-Verlängerung – das ist das Fazit des SVG-Geschäftsführers. Vier Varianten wurden untersucht. Das Wirtschaftlichkeitsgutachten empfiehlt eine durchgehende Zweigleisigkeit, wobei sich die Strecke aufsplittet: Die S-Bahn der Linie 21 fährt nach dieser Variante abwechselnd die Stationen Elbgaustraße und Kaltenkirchen an. Als Vorteil dieser Variante heben die Gutachter vor allem die kürzere Fahrzeit hervor. Für die neue S  21-Strecke ist nicht nur die Elektrifizierung der Trasse, sondern auch die Verlängerung der Bahnsteige, die Anpassung der Signaltechnik und der Ausbau der Abstell- und Wendeanlagen notwendig.

„Die volkswirtschaftlichen Anforderungen an das Projekt sind erfüllt, die Zuschussfähigkeit nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ist damit weiterhin gegeben“, sagte Mozer. Nur: Bisher liegt kein Antrag beim Bund vor. Die Finanzierung soll zu 60 Prozent aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) erfolgen. Die Realisierung muss bis 2019 geschehen – denn dann läuft das GVFG aus und der Topf wäre zu. Für die Ausschussmitglieder bedeutet das vor allem eins: Druck in Kiel machen. „Wir müssen unsere Landespolitiker vorantreiben, um zu einem positiven Ergebnis zu kommen“, sagte Ausschussvorsitzender Jörn Kruse (CDU).

Mozer stellte indes noch einmal fest, dass die AKN bereits an der Entwurfsplanung arbeite und dass die für die derzeitige S  21 nötigen Bahnen bereits als Zwei-System-Fahrzeuge bestellt wurden. Die Zeichen stehen also vielerorts auf Grün.

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