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Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 19:26 Uhr

Rellingen : Runder Tisch Asyl geht an den Start

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kerstin Riedel vom Diakonieverein Migration übernimmt Koordination ehrenamtlicher Helfer. Vorreiterprojekt im Kreis Pinneberg.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 16:00 Uhr

Rellingen | 45 Flüchtlinge leben zurzeit in vier Standorten in Rellingen. In Wohnungen, einem Hotel. Ab Anfang November in einem Containerdorf. Die Hilfe für Asylsuchende durch Ehrenamtliche ist eine Herausforderung und muss koordiniert werden. Ab sofort steht Kerstin Riedel im Fokus: Bei der 44-jährigen Diplom-Sozialpädagogin vom Diakonieverein Migration laufen künftig alle Fäden zusammen. Ein kreisweites Vorreiterprojekt.

Laut Bürgermeisterin Anja Radtke suchen pro Monat sechs von Krieg und Flucht traumatisierte Menschen Zuflucht in der Baumschulgemeinde. Riedel, Mutter von zwei Kindern, wird sich daher über mangelnde Arbeit nicht beklagen können. „Es geht unter anderem darum, ehrenamtliche Hilfe von Bürgern zu koordinieren“, so Riedel. Dabei baut sie auf ein Netzwerk, Helfersystem und Ressourcen, die in Rellingen für Begleitung und Unterstützung der Flüchtlinge vorhanden sind und eingesetzt werden können.

Zehn Stunden pro Woche investiert Riedel. Dafür stehen pro Jahr 16.500 Euro zur Verfügung. Die Hilfe ist klar definiert: Sach- und Geldspenden sind willkommen. Zeit ist nötig, um Flüchtlinge zu begleiten – zum Arzt, zu Behörden, zu Beratungsstellen. Raum als Lager für Sachspenden wird gesucht. Und Dolmetscher für englisch, französisch und arabisch werden dringend benötigt.

Rellingen hat sich für das Projekt Zeit gelassen. Fünf Monate lang. Der Runde Tisch Asyl aus Vertretern der Diakonie, Kirche, Bürgerstiftung, Lions Club Ellerbek Rellingen (finanzierte beispielsweise den Flyer), Rotes Kreuz, alle politischen Fraktionen, Freiwilligen Forum und Kindertagesstätten „hat es geschafft, die vielfältigen Ideen zu bündeln“, zeigte sich gestern Schirmherrin Radtke begeistert.

Riedel legt los: Sie sitzt mittwochs von 9 bis 11 Uhr im Rathaus (Hauptstraße 60) für eine Sprechstunde im Sitzungssaal 3. Telefonisch ist die Koordinatorin unter 04101-564108 erreichbar. Ihre E-Mail-Adresse lautet: riedel@diakonieverein-migration.de.

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