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Schulbausanierug in Pinneberg : Rückbau an der Grund- und Gemeinschaftsschule

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Rückbau des stillgelegten Lehrschwimmbeckens an der Grund- und Gemeinschaftsschule. NaWi-Räume werden saniert.

shz.de von
erstellt am 06.Aug.2015 | 16:18 Uhr

Pinneberg | Ein kleiner gelber Roboter auf vier „Beinen“ bohrt sich ins Erdreich. Er ist emsig wie ein Maulwurf und kommt in die entlegensten Ecken. Der kleine elektronische Helfer der Pinneberger Firma Keros-Bau wird dort eingesetzt, wo kein Bauarbeiter hingelangen kann. Wie beim Rückbau des stillgelegten Lehrschwimmbeckens an der Grund- und Gemeinschaftsschule (GuGs) in der Richard-Köhn-Straße.

„Das Becken ist komplett entfernt. Jetzt kann die Deckenebene rein“, sagt Silkata Sahin-Adu, Leiterin des Kommunalen Servicebetriebs der Stadt Pinneberg (KSP). Ein Unter-, Erd- und Obergeschoss sind dort geplant. „Das ist alles technisch sehr anspruchsvoll“, sagt Peter Schubert, Technischer Abteilungsleiter beim KSP und spielt dabei auf die Statik an, denn dort, wo einst nur ein Schwimmbecken war, werden neue Wände und Stützbeine gebaut. Doch sein Fazit ist kurz und bündig. „Es läuft gut.“

Die unterrichtsfreie Zeit nutzen Stadt, Architekten und Bauarbeiter dafür, die Schulen auf Vordermann zu bringen. Bis 2018 investiert die Stadt 34,5 Millionen Euro in ihre Schulen. 20 Millionen Euro sind bereits geflossen: Für den Neubau vom Schulzentrum Nord, die Aula an der Theodor-Heuss-Schule, die Jahn-Sporthalle und ein Haus auf dem wie ein Campus angelegten GuGs-Gelände. Allein für den Ausbau oder Umbau des stillgelegten Lehrschwimmbeckens und den Umbau des Verwaltungsgebäudes und Haus 1 auf dem GuGs-Gelände wird die Stadt rund 2,3 Millionen Euro investieren.

Dort, wo sich einmal das Schwimmbecken befand, entstehen ein sozialpädagogischer Raum und Freizeiträume für die Kinder. In der Übergangsphase werden die Lehrer dort einziehen, sodass der Verwaltungstrakt saniert werden kann. Das Lehrerzimmer platzt derzeit aus allen Nähten. „Noch immer türmen sich im Lehrerzimmer Papierstapel und der kleine Eingang ist Anlaufstelle für über 700 Schüler“, sagt Schulleiter Thomas Gerdes. Zur Beseitigung der Raumnot wurden erstmals Seminar-Container aufgestellt.

Auch die naturwissenschaftlichen (NaWi) Räume packt die Stadt an. Bis zu den Herbstferien sollen die Physik- und Biologieräume endlich fertig sein. „Sie sollen größer, offener und neu geordnet werden", sagt Sahin-Adu.

Volker von der Heyden, Diplom-Ingenieur im KSP, präsentiert den fertig sanierten Chemieraum. (Foto: Erdbrügger)
Volker von der Heyden, Diplom-Ingenieur im KSP, präsentiert den fertig sanierten Chemieraum. (Foto: Erdbrügger)
 

Ebenso erfolgten bereits zahlreiche Brandschutzmaßnahmen an den verschiedenen Gebäuden in dem Schuldorf. „Nun fehlen nur noch einige wenige schwer zugängliche Bereiche, die noch in Planung sind. Eine flächendeckende Brandmeldeanlage mit direkter Aufschaltung zur Feuerwehr-Leitstelle ist aber schon vorhanden und würde sofort Alarm schlagen, um die Nutzer rechtzeitig zu warnen“, sagt die KSP-Chefin.

Schimmel war in den Räumen mit Durchfeuchtungsschäden glücklicherweise nicht vorhanden. „Durch verschiedene Material- und Luftbeprobungen wurde das getestet. Dafür gab es jedoch Salpeter-Ausblühungen, die unschön aussehen, aber inzwischen weitestgehend beseitigt sind“, erläutert Sahin-Adu. Als Sofort-Maßnahmen im Haus 4 wurden die betroffenen Bereiche – soweit zugänglich – aufgegraben und vom Sohl- bis Brüstungsbereich isoliert und in den Räumen wurden Trocknungsgeräte aufgestellt.

Dass die Schule oft auf Baumängel reduziert wird, ärgert hingegen Schulleiter Gerdes: „Wir haben pädagogisch viel zu bieten. Unser Kursangebot als offene Ganztagsschule ist üppig und wir haben viel in Eigenregie aufgebaut“, sagt er. Auch habe er eine Wunschliste: die kleine Aula, die Technikräume im Keller und die Lehrküche.

„Die Innenarbeiten in der Aula müssen noch etwas warten. Hier muss zunächst das Dach über der Aula und der Lehrküche saniert werden, bevor man innen loslegen kann“, sagt Sahin-Adu. An Haus 3 wurden umfangreiche Abdichtungsarbeiten ausgeführt, auch in den Technikräumen, die sich im Keller des Gebäudes befinden. „Die vollständige Außenabdichtung gestaltet sich komplizierter als erwartet oder erhofft.“ Die Tiefbauarbeiten seien umfangreicher als man vom Zustand der Innenräume her hätte vermuten können. Zusätzliche Mittel für die Sanierung würden für den Haushalt 2016 gemeldet. Gleiches gelte für die Lehrküche.

Die neue Serie „Schulbausanierung“ in Pinneberg geht weiter. Jeden Donnerstag wird in Ihrer Zeitung über den Stand der Sanierung an einer der Schulen berichtet. Am 13. August steht das Johannes-Brahms-Gymnasium im Fokus.
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