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Pinneberger Tageblatt

13. Dezember 2017 | 10:38 Uhr

Pinneberg : Rote Palmen und leuchtende Sterne

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Buntes Neujahrs-Feuerwerk in Pinneberg begeistert Tausende Zuschauer

shz.de von
erstellt am 04.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Pinneberg | „Wahnsinn“, „Oh, mein Gott!“ und immer wieder: „Ooh!“ – Tausende Besucher staunten über das, was sich ihnen bunt am Himmel präsentierte, zuckten zusammen, wenn eine Rakete mit besonders lautem Knall explodierte, und genossen eine Viertelstunde lang die bunte Show beim Pinneberger Neujahrsfeuerwerk.

„Ich habe schon Hunderte von Feuerwerken gesehen. Wir versäumen in Hamburg keins, aber das hat alles übertroffen“, schwärmte Manfred Antlauf aus Hamburg-Eidelstedt. Sein Sohn Jürgen hatte die Eltern in die Cablesport-Arena geholt, um ihnen die Pinneberger Besonderheit zu zeigen: das Feuerwerk einen Tag später. „Ich wohne seit zehn Jahren in Thesdorf“, berichtete Jürgen Antlauf, aber das Feuerwerk sah er in diesem Jahr zum ersten Mal: „Bei mir ist ein Hochhaus im Weg.“ Und den Weg von der Couch zur Wasserski-Arena habe er bisher noch nicht geschafft. Gemeinsam mit Vater und Mutter klappte es diesmal, alle drei waren sich einig, dass es sich gelohnt hatte: „Enorm, ganz toll“, gefiel Ilse Antlauf die Vorführung. „Wir haben Spitzenplätze da vorn gehabt“.

Riesige leuchtende Sterne hoch im Himmel, die die ganze Umgebung in orangefarbenes Licht tauchten, rote Palmen, glitzernde und knatternde Effekte, rote Lichter in weißem Gespinst: Pyrotechniker Tobias Rothe malte mit etwa 700 Kugelbomben vielfältige Bilder an den Pinneberger Himmel. Eine Woche brauchte er für die Vorbereitung. Das Neujahrsfeuerwerk ist seine Initiative, er macht das schon seit mehreren Jahren. „Es geht darum, in Pinneberg etwas auf die Beine zu stellen, was Jung und Alt begeistert.“ Dabei wünsche er sich mehr Anerkennung von der Stadt, etwa dass Bürgermeister oder -vorsteher kämen. Immerhin unterstützten die Stadtwerke das diesjährige Feuerwerk als Sponsor.

Die Polizei hatte die Zufahrt wegen Überfüllung gesperrt, die Straßenränder waren zugeparkt, die Stellplätze sowieso, der Strand war voll. Aber es herrschte entspannte Atmosphäre, es ging immer noch durch die Menschenmenge hindurch – etwa zum Biertresen oder ins Zelt mit dem Glühwein. Bei den Kindern besonders beliebt: der Stand mit leuchtenden Accessoires vom blinkenden Zopf bis zum Laserschwert.

Besonders knallig sahen Zoe Pecher (5) und Lea-Sophie Tesch (6) aus: Die Freundinnen trugen große Sonnenbrillen mit lilafarben leuchtenden Rändern, die sogar blinken konnten. Michaela Pecher hatte zu ihrem ersten Besuch beim Neujahrsfeuerwerk ihre Nichte Zoe aus Glückstadt mitgebracht. Ihre Nachbarin Meike Tesch hatte Pecher, deren Nichte und ihre eigene Tochter mitgenommen: „Wir sind jedes Jahr hier, es ist jedes Mal anders“. Hinterher genossen alle zusammen den Neujahrsausflug: „Die Kinder können hier gut spielen.“

Der Andrang an der Cablesport-Arena war groß. (Foto: Roolfs)
Der Andrang an der Cablesport-Arena war groß. (Foto: Roolfs)
 

„Das war überragend“, beurteilte Patrick Hellmann aus Hamburg-Lurup das Feuerwerk. Die gebürtige Japanerin Chihiro Hara zollte ein ganz besonderes Lob: „Besser als in Japan.“ Dabei ist die Insel im Pazifik berühmt für pyrotechnische Kunstfertigkeit. Hara nannte vor allem zwei Gründe für ihre Begeisterung: Es gebe nicht so viele Menschen wie in Japan und nicht so viele Mücken; dort werden Feuerwerke traditionell im Sommer abgebrannt. Ihre Freundin Jessica Storch aus Pinneberg war zwar vom Feuerwerk selbst begeistert, wollte dann aber doch schnell nach Hause: „Der Sand ist ein bisschen kalt“, wies sie auf ihre kühl gewordenen Füße hin.
 

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