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Pinneberg : „Rosetown Dixieland Oldies“ heizen bei „Jazz im Foyer“ ein

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

40 Jahre im Zeichen der flotten Rhythmen. Die Mannen um Bandleader Robert „Bob“ Hoffmann legten sich wie gewohnt kräftig ins Zeug und interpretierten die Stilarten der 1920er Jahre ebenso spannend wie druckvoll.

Pinneberg | Eigentlich war die Veranstaltungsreihe „Jazz im Foyer“ mit dem November-Konzert von Boogie-Woogie-Pianist Matthias Schlechter in 2015 beendet. Doch für die „Rosetown Dixieland Oldies“, eine Combo, die zu den Stammbands des SummerJazz gehört und darüber hinaus seit 40 Jahren in der Region begeistert, wurde die Bühne im Sitzungssaal des Pinneberger Rathauses noch einmal aufgebaut. Da war es klar, dass zum Sonderkonzert des Fördervereins kein freier Platz mehr zu bekommen war. Es hat sich gelohnt, denn die Besucher erlebten einen munteren und mitreißenden Auftritt der Jazz-Veteranen aus der Kreisstadt.

Ob Dixieland, Oldtime, Swing oder Traditional-Jazz: Die Mannen um Bandleader und Trompeter Robert „Bob“ Hoffmann legten sich wie gewohnt kräftig ins Zeug und interpretierten die Stilarten der 1920er Jahre ebenso spannend wie druckvoll. Von den Gründungsmitgliedern der „Oldies“ sind noch Jesko von Puttkammer (Klarinette) und Wolfgang Holzner (Posaune) dabei. Später kamen Uwe Becker (Klarinette, Saxofon), Matthias Franke (Schlagzeug), Jörg Brohmann (Kontrabass), Dieter Thöming (Banjo) und Werner Kunstmann (Piano) dazu. Für den wegen einer Handfraktur gehandicapten Tastenkünstler sprang im Rathaus Gerd „Billy“ Hoefert von der befreundeten „Parklane Jazzband“ aus Uetersen ein.

Kein Problem, denn wer sich dem Dixieland-Jazz verschrieben hat, versteht sich mit Gleichgesinnten sozusagen blind. Und dass der Klarinettist dem Posaunisten bei dessen Solo mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn tupfte, war eine amüsante Einlage obendrauf.

Ihre kollektive Spielfreude bewies die Combo auch, als sie zum letzten Stück vor der Pause einige im Publikum anwesenden Musiker zu einer Jam-Einlage auf die Bühne bat. Holger Bundel übernahm das Piano von Hoefert, Uwe Schuhmacher die Trommeln und Becken von Franke, und Klarinettist „Hamschi“ Schramm sowie Banjo-Zupfer Gerhard Noack hatten „zufällig“ ihre eigenen Instrumente mitgebracht. Bei so viel geballter musikalischer Kompetenz sprang der Funke sofort auf das Publikum über, und jedes Solo wurde mit frenetischem Applaus belohnt.

Auch 2016 wird die Reihe „Jazz im Foyer“ fortgesetzt. Startschuss ist am Freitag, 29. Januar, um 20 Uhr mit einem Konzert von Fabiola Saccomanno und ihrem Ensemble. Die italienische Sängerin wird ihr Programm „Nera Maria“ vorstellen – eine Symbiose aus Literatur und Musik mit Kompositionen voller Kraft und Sinnlichkeit, melancholisch und lebenslustig zugleich. Mehr Infor
mationen gibt es im Internet.

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erstellt am 08.Dez.2015 | 12:28 Uhr

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