Jahrestagung : Rosenfans aus aller Welt in Uetersen

Von Rosen umzingelt: Herbert Gömmel, Vizepräsident der Gesellschaft deutscher Rosenfreunde (v. l.), Präsident Hans-Peter Mühlbach, Rosenexpertin Eilike Vemmer, Gert Müller, Vorsitzender der Freunde des Rosariums, mit Stefanie Schmedes vom Rosarium.
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Von Rosen umzingelt: Herbert Gömmel, Vizepräsident der Gesellschaft deutscher Rosenfreunde (v. l.), Präsident Hans-Peter Mühlbach, Rosenexpertin Eilike Vemmer, Gert Müller, Vorsitzender der Freunde des Rosariums, mit Stefanie Schmedes vom Rosarium.

Uetersen richtet die Jahrestagung der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde aus. 303 Pflanzenfreunde tauschen sich aus.

shz.de von
24. Juli 2015, 16:30 Uhr

Uetersen | Uetersen wird an diesem Wochenende zum Mekka der Rosenfans: 303 Rosenfreunde sind nach Uetersen gepilgert. Denn nach den Jahren 1934, 1961 und 1973 wird der Deutsche Rosenkongress der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde erstmals wieder in Uetersen ausgetragen. Gestern hat Bürgermeisterin Andrea Hansen den Kongress mit Rosenfans aus aller Welt offiziell eröffnet. Bis zum kommenden Montag tauschen sich die Pflanzenfreunde aus, lauschen Vorträgen und informieren sich bei den Züchtern vor Ort.

Zum Programm gehören unter anderem Besuche des Rosariums in Uetersen, der Rosenzuchtbetriebe Tantau, W. Kordes’ Söhne und BKN Strobel. Zudem besuchen die teilnehmer den „Garten der Horizonte“, den Rosengarten Pinneberg, zwei Privatgärten der Mitglieder der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde, das Baumschulmuseum und das Arboretum Ellerhoop. Vorträge in der durch die Hamburger Floristen-Bande üppig geschmückten Stadthalle runden das ausgebuchte Programm ab.

Mit den Anmeldezahlen ist Hans-Peter Mühlbach, Präsident der Gesellschaft Deutscher Rosenfreunde und wohnhaft in Uetersen, zufrieden. „Uetersen ist das Zentrum der Rosenkultur im Norden“, sagt er. „Das zieht natürlich viele Rosenfreunde an.“ Auch aus Finnland, Dänemark, Österreich und der Schweiz sind Mitglieder gekommen. Das Besondere am Rosarium in Uetersen sei, dass der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird – 24 Stunden lang und ohne Eintritt zu verlangen. Dies sei nicht häufig der Fall, so Mühlbach. Der Nachteil liegt allerdings auch auf der Hand. Stefanie Schmedes vom Rosarium Uetersen berichtet, dass Vandalismus ein Problem sei, mit dem sie und ihr Team zu kämpfen hätten. Weil in der Vergangenheit vermehrt Schilder ausgetauscht wurden, sind die Rosen nun digital kartiert worden.

Der Kongress findet größtenteils abseits der Öffentlichkeit statt. Heute wird aber ab 18.30 Uhr ein Konzert in der Klosterkirche mit dem „Young Spirit Gospel Chor“ aus Elmshorn und anschließender Rosentaufe veranstaltet. Alle Interessierten sind eingeladen. 25 junge Sänger und Sängerinnen im Alter von 15 bis 33 Jahren singen den modernen „Contemporary Gospel“. Das Repertoire unterscheidet sich von den meisten anderen Gospelchören. So mischen sich unter die klassischen Gospelsongs auch Salsa, Reggae und Dancehall. Eingeladen ist die Öffentlichkeit auch morgen Abend. Um 22 Uhr gibt es ein Feuerwerk im Rosarium.

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