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Entwicklungszusammenarbeit in Afrika : Rollstühle für Burkina Faso aus dem Kreis Pinneberg

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Gesellschaft für Abfallwirtschaft und Abfallbehandlung und die Arbeiterwohlfahrt sammeln ausrangierte Gehhilfen. Das afrikanische Land gehört zu den ärmsten der Welt.

shz.de von
erstellt am 24.Feb.2017 | 10:00 Uhr

Pinneberg/Tornesch | In einer gemeinsamen Aktion wollen die Awo Bildung und Arbeit sowie die Gab Umwelt-Service orthopädische Hilfsmittel für Patienten in Burkina Faso sammeln. „Während in Deutschland gebrauchte, aber tadellos funktionierende Rollstühle und Gehhilfen nicht selten vorzeitig verschrottet werden, müssen sich die Menschen in Burkina Faso in der Regel mit notdürftig selbstgebauten Krücken behelfen“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung.

„Wir verstehen unser Projekt zum einen als praktische Hilfe für die betroffenen Menschen, zum anderen aber auch als Beispiel für ein Stück Nachhaltigkeit“, sagt Martin Meers von der Awo. Aus Sicht von Jens Ohde, Geschäftsführer der Gab, wird das Unternehmen mit der Aktion auch seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht, nicht mehr verwendete Gegenstände weiterzunutzen, statt sie zu vernichten. „Wir sammeln daher die Rollstühle und Gehhilfen ein. Wenn genügend zusammengekommen ist, werden sie per Container nach Afrika verschifft“, sagt Ohde.

Unterstützen ein Projekt in Afrika: Jens Ohde, Martin Meers und Wolfram Gambke.
Unterstützen ein Projekt in Afrika: Jens Ohde, Martin Meers und Wolfram Gambke. Foto: Awo BA/Kienitz

Gab und Awo unterstützen mit der Sammlung das Projekt Association Managré Nooma pour la Protection des Orphelins (Ampo) der ehemaligen Plönerin Katrin Rohde, die seit 1995 in Burkina Faso lebt und dort unter anderem ein Waisenhaus aufgebaut hat. Angeschlossen an das Waisenhaus ist auch eine Rollstuhlwerkstatt, die die behinderten Menschen in der Region mit Hilfsmitteln versorgt und dabei in besonderem Maße auf Spenden angewiesen ist.

Burkina Faso zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf lag 2016 bei 1800 US-Dollar. Zum Vergleich: In Deutschland lag es bei 48.200 US-Dollar. Das Land war französische Kolonie und wurde 1960 unabhängig. Burkina Faso und einige Nachbarstaaten gelten als extrem unsicher, das Auswärtige Amt warnt vor Kriminellen und Terroristen (siehe Infokasten).

Gehhilfen können bei der Gab in Tornesch und in einem der Awo-Sozialkaufhäuser abgegeben werden (siehe Infokasten). Weitere Infos gibt es bei der Awo unter Telefon 04101-56161 und per E-Mail an Service@AWO-BildungundArbeit.de.

Über das Projekt Ampo

Die ehemalige Plönerin Katrin Rohde hat den Verein Association Managré Nooma pour les Orphelins (Ampo) in Burkina Faso 1995 gegründet. Rohde lebt seit mehr als 20 Jahren dort. Ampo heißt in der Landessprache heißt etwa „Das Gute geht nicht verloren“, wie auf der Homepage des deutschen Ampo-Fördervereins zu lesen ist. Ampo betreut etwa 350 Menschen, hauptsächlich Kinder, in verschiedenen Einrichtungen. Es gibt ein Frauenberatungszentrum, Aufklärungsprojekte und eine Krankenstation. Die 122 Mitarbeiter von Ampo sind Afrikaner. Es gibt in etlichen europäischen Ländern Fördervereine. In Deutschland unterstützen die Vereine Freunde für Ampo mit Sitz in Berlin und Sahel mit Sitz in Plön (Kreis Plön) Ampo.

Annahmestellen:

Recyclinghof der Gab in Tornesch, Hasenkamp 15. Montag bis Freitag von 7.30 bis 16.30 Uhr, sonnabends von 9 bis 13 Uhr.

Sozialkaufhaus Pinneberg, Osterholder Allee 21, Montag bis Donnerstag von 8 bis 16.30 Uhr, freitags geschlossen. Kontakt: Telefon (04101) 842152.

Sozialkaufhaus Uetersen, Finkenbrook 1, Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, freitags bis 11 Uhr. Kontakt: Telefon (04122) 9275390.

Sozialkaufhaus Wedel, Kronskamp 106, Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 11 Uhr. Kontakt: Telefon (04103) 919644.

Sozialkaufhaus Elmshorn, Gärtnerstraße 10, Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, freitags 8 bis 11 Uhr. Kontakt: Telefon (04121) 269995.

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