Kreis Pinneberg : Rolf Heidenberger gibt Ehrennadel zurück

Rolf Heidenberger
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„Appen musiziert“-Initiator Rolf Heidenberger hat am 10. Dezember 2013 eine Ehrennadel in Gold von Kreispräsident Burkhard Tiemann (CDU) erhalten.

Die Affäre um die von Kreispräsident Burkhard Tiemann (CDU) verliehenen Ehrennadeln nimmt kein Ende. Würdenträger Rolf Heidenberger zieht nun einen Schlussstrich: Er gibt die Auszeichnung zurück, weil er sich nicht zum „Spielball irgendeines Parteispielchens und niveauloser öffentlicher Diskussionen machen“ lassen möchte.

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07. März 2014, 06:00 Uhr

Er ist der erste Bürger aus dem Kreis Pinneberg gewesen, der im Dezember 2013 eine Ehrennadel in Gold von Pinnebergs Kreispräsidenten Burkhard Tiemann (CDU) für sein ehrenamtliches Engagement zugunsten schwerstkranker Kinder und für etwa ein halbes Jahrhundert Einsatz bei der Freiwilligen Feuerwehr erhielt: Rolf Heidenberger (Foto). Nun, nach der mittlerweile vierten Verleihung einer Ehrennadel durch Tiemann, hagelt es Kritik an der Auszeichnung: Wie berichtet, sei die Einführung der Ehrennadel weder mit den politischen Gremien noch mit der Kreisverwaltung abgestimmt gewesen. Da Heidenberger sich nicht zum „Spielball irgendeines Parteispielchens und niveauloser öffentlicher Diskussionen machen“ lassen möchte, entschied er sich gestern, die Ehrennadel zurückzugeben. Er sagte: „Sie besitzt keinen ideellen Wert.“

Heidenberger habe sich, als er während des Helferempfangs des Kreises Pinneberg im Kreiskulturzentrum am 10. Dezember des vergangenen Jahres die Ehrennadel erhielt, „gefreut und sehr geehrt gefühlt“ und diese Auszeichnung als „erste offizielle Ehrung durch den Kreis Pinneberg empfunden“. Nachdem nach der Verleihung an Raimar Neufeldt, den Leiter der Dittchenbühne in Elmshorn, im Februar dieses Jahres allerdings ein Sturm der Entrüstung – vor allem von Seiten des SPD-Fraktionschefs im Kreistag, Hans-Helmut Birke – entbrannt war, frage Heidenberger sich nun, warum nicht schon im Dezember über die Ehrennadel diskutiert worden sei.

Beschämende Diskussion

„Öffentliche Äußerungen von Kommunalpolitikern, dass ‚der Kreispräsident offensichtlich zu viel Geld im Repräsentationsfonds habe‘, sind angesichts des materiellen Wertes der Ehrennadel einfach nur beschämend, peinlich und lächerlich und zeigen deutlich das Format dieser Politiker“, sagte Heidenberger. Er rät den Kritikern einmal darüber nachzudenken, wie sich die Geehrten nun fühlen, „die ohne ihr Zutun nun im Mittelpunkt einer peinlichen und unwürdigen Diskussion stehen, weil die rücksichtslose Kleinkrämerei auf dem Rücken des Ehrenamtes ausgetragen wird“.

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