Pinneberg : Riesenschritt in Richtung Campus

Sie sind sich einig: Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und die beiden Geschäftsführer Marcel Graff (rechts) und Peter Werner Maaß haben gestern den Vertrag unterschrieben.
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Sie sind sich einig: Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und die beiden Geschäftsführer Marcel Graff (rechts) und Peter Werner Maaß haben gestern den Vertrag unterschrieben.

Eggerstedt: Hamburger Bildungsträger Wabe kauft weitere Fläche und plant Grundsteinlegung für Schule bereits im September.

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12. Mai 2015, 12:00 Uhr

Pinneberg | Montag um 10 Uhr. Ort: Die Kanzlei der Pinneberger Notare und Rechtsanwälte Mallick und Reski. Alle Vertragspartner sind anwesend. Gut eine Stunde lang dauert das Prozedere. Dann unterschreiben Bürgermeisterin Urte Steinberg (parteilos) und die beiden Wabe-Geschäftsführer Marcel Graff und Peter Werner Maaß den Vertrag und lassen ihn notariell beurkunden. Der Bildungsträger Wabe erwirbt eine Fläche von 2800 Quadratmetern auf dem ehemaligen Eggerstedt-Kasernengelände von der Stadt Pinneberg. Zum Preis von 125 Euro pro Quadratmeter.

„Die heutige Vertragsunterzeichnung ist der nächste Schritt für die Realisierung des Bildungscampus mit einer internationalen Schule“, sagte gestern die Bürgermeisterin nach der Vertragsunterzeichnung. „Ich freue mich, dass die notarielle Beurkundung so zeitnah nach der politischen Beschlussfassung erfolgt ist.“ Die Ratsversammlung hatte den Verkauf in der Sitzung am vergangenen Donnerstag im nicht öffentlichen Teil einstimmig beschlossen. Ohne Wenn und Aber, wie es hieß.

Das Projekt, das der Hamburger Bildungsträger Wabe auf dem ehemaligen Kasernengelände plant, ist seit Februar bekannt: Auf dem Areal sollen ein Campus mit einer internationalen Privatschule sowie eine Sport- und Schwimmhalle entstehen. Mit an Bord sind die Life School GmbH, die Erfahrungen aus dem internationalen Schulbereich mitbringt, und die RIMC-Gruppe, die dort ein Vier-Sterne-Hotel mit mehr als 100 Zimmern bauen will. 100 Millionen Euro sollen investiert werden.

„Ich freue mich sehr, dass wir den Eggerstedt Vertrag geschlossen haben. Jetzt wollen wir auch so schnell wie möglich bauen“, sagte Graff im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Grundsteinlegung für die internationale Schule sei für September/Oktober geplant. Ein Jahr später, im September, soll die Bildungseinrichtung ihren Betrieb aufnehmen: „Das ist unser Ziel. Wir haben schon die ersten Anmeldungen“, berichtete Graff. Wenn die Schule abgehakt sei, werde die Wabe die Sport- und Schwimmhalle sowie das Hotel angehen.

In der Politik löste der Deal gestern ausschließlich Freude aus. „Es kann nur gut für die Stadt sein, dass es dort vorangeht“, sagte SPD-Sprecher Herbert Hoffmann. Das sieht die CDU ebenso. „Wir freuen uns, dass es vorangeht. Das ist positiv für Pinneberg“, sagte CDU-Fraktionschef Andreas Meyer. Auch die Grünen stehen zu dem Projekt: „Das ist alles im Rahmen der Schule und Akademie. Über diese Bereiche gibt es keine Diskussion“, sagte Joachim Dreher (Grüne und Unabhängige). „Das Gesamtkonzept ist eine schöne Idee. Wir hoffen, dass es auch für die Stadt ein wirtschaftlicher Erfolg wird“, sagte Werner Mende (FDP). Und Uwe Lange (Die Bürgernahen) erklärte: „Es ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Wir hoffen, dass die anderen Verträge jetzt auch schnell abgehandelt werden.“

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