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Pinneberger Tageblatt

23. August 2017 | 16:01 Uhr

Uetersen : Riesen-Party zum Geburtstag

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Ludwig-Meyn-Gymnasium feierte sein 90-jähriges Bestehen mit Projektpräsentationen und Ehemaligentreffen.

Wie war es damals? Was war vor 90 Jahren anders als heute? Wie sah der Schulalltag aus? Zur Beantwortung dieser und anderer Fragen hatten sich die Schüler des Uetersener Ludwig-Meyn-Gymnasiums (LMG) auf eine Zeitreise zurück in die 1920er-Jahre begeben. Anlass war der „runde“ Geburtstag der Lehranstalt. Am Wochenende wurde das Jubiläum mit einem „Tag der offenen Tür“ groß gefeiert. Und die Schule platzte schier aus allen Fugen: Mehr als 2000 Schüler, Eltern, Lehrer und Ehemalige tummelten sich in dem Gebäude sowie auf dem Schulhof an der Seminarstraße. Der Andrang war so riesig, dass rund um das LMG und in den Nebenstraßen kein freier Parkplatz mehr zu bekommen war.

Die Idee, zum 90-jährigen Bestehen des Gymnasiums eine Riesen-Sause auf die Beine zu stellen, entstand vor einem Jahr während einer Lehrerkonferenz. Musiklehrer Matthias Tietgen hatte die Veranstaltung gemeinsam mit einem Team von neun anderen Pädagogen organisiert. „Wir wollten unsere Schule einmal für die Öffentlichkeit zugänglich machen“, erläuterte er. Vor allem freute sich Tietgen darüber, dass sich auch der Elternbeirat engagierte.

Nach einem Mini-Konzert der LMG-Bigband und der Begrüßung durch Schulleiter Alexej Stroh startete ein buntes Treiben. Alle Klassen präsentierten die Ergebnisse und Aktionen, die sie zuvor in drei Tagen für 60 Projekte erarbeitet hatten. In der Aula etwa brachten Schüler unter dem Titel „Stan und Olli, Charlie Chaplin & Co.“ Slapstick-Einlagen auf die Bühne. Auf eine musikalische Reise um die Welt mit Liedern aus den 1920er-Jahren bis in das Jahr 2000 wurden die Besucher auf der Schulhofbühne mitgenommen. An gleicher Stelle führten Schülerinnen die Partymode zur Zeit der Comedian Harmonists, Elvis Presley und den Beatles vor.

Großes Interesse der Besucher fanden die Führungen durch das Schulgebäude mit Schülern. Dabei wurden bei vielen ehemaligen Pennälern Erinnerungen wach an alte Zeiten. „In diesem Klassenraum habe ich über Mathearbeiten geschwitzt und die Lehrer geärgert“, schmunzelte ein Alt-Schüler. So mancher Ex-Abiturient erkannte sich in Filmaufnahmen aus den 1960er- und 70er-Jahren, die Projektgruppen zusammengestellt hatten, wieder. Mädchen und Jungen in Hippie-Kleidung auf dem Klo einen Joint rauchend – auch so etwas gab es in früheren LMG-Zeiten.

„Forschen wie Ludwig Meyn“ lautete das Motto der Aktionen im Chemieraum. Mit Schutzkittel und -brille ausgestattet durften Jung und Alt mit Flüssigkeiten und Bunsenbrenner experimentieren. Die Quantenphysik wurde beim Projekt „Physikalische Experimente der 1920-er-Jahre“ erforscht. „Stricken reine Frauensache?“ – diese Frage beantworteten die wenigen männlichen Teilnehmer an der gleichnamigen Aktion im Raum 11. Fast vergessene Spiele wie „Pochen“, „Uno“ und „Mau-Mau“ durften gleich nebenan ausprobiert werden. Rappelvoll wurde es auch zum Abschluss der LMG-Geburtstagsparty beim Ehemaligentreffen in der Schulmensa an der Parkstraße.

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erstellt am 03.Sep.2013 | 16:00 Uhr

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