Giftpflanze im Kreis Pinneberg : Riesen Bärenklau blüht wieder

Der Riesen Bärenklau kann bis zu fünf Meter hoch werden.
Der Riesen Bärenklau kann bis zu fünf Meter hoch werden.

Bereits eine einfache Berührung mit der Pflanze kann Verbrennungen verursachen.

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07. Juli 2014, 16:00 Uhr

Pinneberg | Jetzt ist wieder Blütezeit für den Riesen Bärenklau. Die giftige Pflanze wächst derzeit nach Informationen dieser Zeitung insbesondere nördlich von Barmstedt, aber auch an anderen Orten im Kreis Pinneberg. Die Pflanze, die ursprünglich aus dem Kaukasus kommt, kann bis zu fünf Meter hoch werden. Ihr Stengel erreicht einen Durchmesser von bis zu zehn Zentimetern, die Blüten können einen Durchmesser von bis zu einem halben Meter erreichen.

Wer den Riesen Bärenklau, der auch als Herkulesstaude bezeichnet wird, sieht, sollte aufpassen: Bei Menschen und Säugetieren kann der Hautkontakt mit der Pflanze zu schmerzhaften Rötungen und Ausschlägen bis hin zu Verbrennungen führen.

Marc Trampe, Sprecher der Kreisverwaltung, sagte im Gespräch mit dieser Zeitung, dass für die Pflanze keine Meldepflicht bestehe. Für die eventuelle Vernichtung der Giftpflanze sei der jeweilige Grundstückseigentümer verantwortlich. Vor einigen Jahren habe es gemeinsam mit der Naturschutzbehörde und dem Naturschutzbund Bestrebungen des Kreises gegeben, das Vorkommen der Pflanze in der Region zu erfassen und sie bereits vor der Blütezeit zwischen Juli und September zu vernichten. Diese freiwillige Leistung des Kreises sei inzwischen jedoch der Haushaltskonsolidierung zum Opfer gefallen.

Aufgrund der Giftigkeit des Riesen Bärenklaus sollte man Vorsicht walten lassen, wenn man sich dazu entschließt, die Pflanze auf seinem Grundstück zu vernichten. „Bei der Beseitigung steht der Fachdienst Umwelt mit Rat zur Seite“, sagte Trampe. Auch wenn dieser nicht für eine Erfassung und Beseitigung der Pflanze auf Privatgrundstücken verantwortlich sei, helfe er den Betroffenen dennoch gern weiter.

Alle Teile des Riesen Bärenklaus enthalten giftige Substanzen, die höchste Konzentration enthält jedoch der Pflanzensaft im Stengel. Die Giftstoffe reagieren in Verbindung mit Sonnenschein. Bei Hautkontakt kommt es an der betroffenen Körperstelle in Verbindung mit Sonnenbestrahlung zu einer chemischen Reaktion, in deren Folge die Haut Blasen bilden kann, die einer starken Verbrennung ähneln können. Um die Reaktion möglichst gering zu halten, ist es ratsam, betroffene Stellen mit Wasser abzuspülen und in den folgenden Tagen Sonnenschutz zu verwenden. Bei schweren Reaktionen sollte man einen Arzt aufsuchen.
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