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Neue Gewerbehalle : Richtfest in Bönningstedt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Vor zwei Jahren zerstörte ein Großfeuer das Gebäude an der Goosmoortwiete - jetzt wird es wieder aufgebaut.

„1975 standen wir zum Richtfest an derselben Stelle“, erinnerte Bauherr Carl Hahn an die Halle an der Bönningstedter Goosmoortwiete, die am 20. Januar 2011 durch ein Großfeuer komplett zerstört wurde. Hahns Rede zur Begrüßung der Gäste anlässlich des Richtfests der Gewerbehalle verfolgten etwa 100 Gäste.

„Bedenkt man, welche Hindernisse uns das Wetter bei der Errichtung dieses Bauwerks in den Weg gelegt hat, haben wir heute geradezu Kaiserwetter“, spielte Grundstückseigentümer Carl Hahn auf die Witterungsverhältnisse des letzten halben Jahres an.

Erst der lange Winter, dann wochenlanger Regen und schließlich die Sommerhitze hätten den Zeitplan immer wieder über den Haufen geworfen. „Zuletzt waren die Dachdecker zu den unmöglichsten Zeiten fleißig: von um 4 Uhr morgens bis 10 Uhr und am frühen Abend konnte weitergearbeitet werden“, berichtete Hahn. Aufgrund der Sonneneinstrahlung habe sich das Dach bis zu Temperaturen von 70 Grad Celsius erhitzt – und damit das Arbeiten unmöglich gemacht, so der Eigentümer.

Architekt Wolfgang Theine nutzte die Gelegenheit, sich nicht nur bei allen beteiligten Firmen zu bedanken, sondern auch bei der Versicherung, die für den Brandschaden aufkommen musste.

„Mein erstes positives Bauchgefühl beim Zusammentreffen mit dem Sachverständigen Werner Techel von der Provinizial war genau richtig“, betonte Theine. Er habe es selten erlebt, dass das gesprochene Wort noch zähle, führte Theine weiter aus. „Wenn er sagte ‚Wi mogt dat so‘, dann wurde es auch so gemacht“, so Theine. Jetzt stehe das Finale an, bis zum Ende des Jahres solle die Halle komplett fertig gestellt sein.

Die Gesamtsumme des Schadens, elf Millionen Euro, war für die Provinzial der größte Feuergroßschaden der nördlichen Bundesländer im Jahr 2011. „Wir sind stolz darauf, dass wir ein Versprechen einlösen durften“, sagte Provinzial-Bezirkskommissar Joachim Schröder. Zwar bezahle niemand gern derartige Summen, doch wer seine Zusagen nicht halten wolle, solle nicht als Versicherer arbeiten, so Schröders Überzeugung.

Die 10 000 Quadratmeter große Halle mit angrenzendem Bürogebäude – weitere 2000 Quadratmeter groß – wurde exakt an der Stelle errichtet, an der das niedergebrannte Gebäude stand. „Wir hoffen, dass ein solches Feuer dem Neubau erspart bleibt“, sagt Stefan Birke, stellvertretender Wehrführer der Bönningstedter Freiwilligen Feuerwehr. Birke selbst war vor zwei Jahren als Gruppenführer und Einsatzabschnittsleiter vor Ort.

Drei Tage lang hatte der Brand zahlreiche Wehren in Atem gehalten. Für die Bönningstedter Freiwillige Feuerwehr war es der größte Brandeinsatz in ihrer Geschichte.

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erstellt am 30.Aug.2013 | 06:00 Uhr

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