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Für alle Katastrophen gewappnet : Richtfest des zweiten Bauabschnitts der Kreisfeuerwehrzentrale

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Kosten liegen bei 5,1 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2016 geplant.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2015 | 14:15 Uhr

Kreis Pinneberg | Die neue Kreisfeuerwehrzentrale in Tornesch-Ahrenlohe nimmt Gestalt an. Am Freitag ist das Richtfest des zweiten 5,1 Millionen teuren Bauabschnitts mit viel Zuspruch der Gäste aus Feuerwehr, Politik und Kreisverwaltung gefeiert worden. „Ich glaube, das ist ein großer Schritt, den wir hier machen“, sagte Landrat Oliver Stolz angesichts der nach seiner Kenntnis in Schleswig-Holstein einmaligen Dimension eines solchen Projekts. „Damit werden hoffentlich die Belange der nächsten 25 Jahre abgedeckt.“

In der Kreisfeuerwehrzentrale ist der Löschzug Gefahrgut untergebracht, um im Zuge des Katastrophenschutzes Unterstützungskomponenten für die örtlichen Feuerwehren bereitzuhalten, wie Kreiswehrführer Frank Homrich erläutert. Sechs hauptamtliche Feuerwehrleute, die als Gerätewarte geschult und beim Kreis angestellt sind, sind dort täglich im Einsatz.

Die Übergabe des ersten Bauabschnitts mit Fahrzeughalle, Umkleiden und Technikzentrale erfolgte bereits im November 2014. Im zweiten Bauabschnitt sollen laut Kreissprecher Oliver Carstens bis voraussichtlich Ende 2016 eine Zentralwerkstatt mit Prüfhalle, einer Kfz-Werkstatt, einer Funk- und Elektrowerkstatt sowie einer Hydraulikwerkstatt entstehen, zudem ein 50 Meter langer und 16,5 Meter breiter zweigeschossiger Massivbau. Dort können Feuerwehren in einer Geräte-Annahme im Erdgeschoss Geräte zur Prüfung und Wartung abgeben und abholen. Für die Atemschutzwerkstatt, die Reinigung der Chemikalien-Schutzanzüge und die Reinigung der Einsatzkleidung sind Räume zur Vorreinigung, Desinfektion und Trocknung sowie Lagerräume im Erdgeschoss geplant. Im Obergeschoss sind ein Aufenthalts- und Schulungsraum für 100 Einsatzkräfte, eine Verpflegungsküche und ein Büro mit vier Arbeitsplätzen sowie Sanitärräume vorgesehen.

Die Kosten des Gesamtprojekts liegen laut Homrich bei 17 Millionen Euro, für Stolz eine Leistung der Daseinsvorsorge. „Wir wollen die Voraussetzungen schaffen, um die optimale Erfüllung der Aufgaben zu gewährleisten“, sagte er. In den ehemaligen Gebäuden der Kreisfeuerwehr auf dem Gelände, die nur noch grenzwertig dem Arbeitsschutz entsprochen hätten, sei das nicht mehr professionell zu leisten gewesen.

Ein Wermutstropfen für Homrich: Die Schlauchreparatur und -wäsche bleiben in den alten Gebäuden, was für die Feuerwehrleute lange Arbeitswege zwischen den Gebäuden mit sich bringe. Rainer Röpke, zuständig für Katastrophenschutz in der Kreisverwaltung, sagte, man habe in den neuen Gebäuden einen Platz dafür vorgesehen, könne es finanziell jedoch nicht vertreten, das bereits jetzt umzusetzen.

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