Aus dem Bönningstedter Bauausschuss : Rewe will mehr Verkaufsfläche

Ein Planungsbüro will den Dorfmittelpunkt attraktiver machen.
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Ein Planungsbüro will den Dorfmittelpunkt attraktiver machen.

Der Verbrauchermarkt soll größer werden. Übergang über die Mühlenau kostet weniger.

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23. Januar 2015, 16:00 Uhr

Bönningstedt | Die Beschaffung eines Geschwindigkeitsmessgerätes und die Straßensanierung des Fußwegs im Ostermoorweg verschwanden am Mittwoch kurzerhand von der Tagesordnung des Ausschusses für Bauwesen und Umweltschutz der Gemeinde Bönningstedt. Die Diskussionen um die Nutzung des Gebiets zwischen Kieler Straße, Bahnhofstraße und Ahornstraße hatten zu viel Zeit verschlungen.

Zumindest beim Thema Brücke über die Mühlenau am Garstedter Weg gab es ein wenig Bewegung. 110.000 Euro hatte die Gemeinde dafür im Etat 2015 eingestellt. „Der Haushalt ist noch nicht wirksam und wir können daher nicht handeln“, sagte Birgit Raphael, Fachbereichsleiterin der Verwaltungsgemeinschaft.

Dennoch habe man intern über die kostengünstigste Variante beraten und entschieden, dass eine Stahlbrücke weniger Folgekosten verursache als eine Holzbrücke. „Wir haben bisher nur eine erste ganz grobe Planung“, erläuterte Raphael. Zirka 80.000 Euro solle die Lösung kosten, die unabhängig von der bisherigen Brückenkonstruktion – zu der die statischen Daten fehlen – errichtet werden soll.

Der Bauausschuss entschied, dass das bisherige Planungsbüro einen Zusatzauftrag erhalten soll, um eine Kostenschätzung ohne in Anspruchnahme des bisherigen Baukörpers zu erstellen. Das Gutachten soll weniger als 5000 Euro kosten.

Thema: Bau einer Reithalle an der Ortsgrenze

Günter Zuschlag, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen, referierte in der Sitzung am Mittwoch zum Thema „Gemeindliches Einvernehmen der Gemeinde nach §36 des Baugesetzbuchs“. Hintergrund war der Bau einer Reithalle an der Ortsgrenze zwischen Hasloh und Bönningstedt. Da das Thema in den öffentlichen Teil der Ausschusssitzung verlegt worden war, wurden keine Details diskutiert.

Trotz Kritik wurde das Thema „Dorfentwicklungskonzept – Supervision zur Entwicklung eines zentralen Quartiers“ hinter verschlossenen Türen verhandelt. „Mir ist völlig unklar, warum dieser Punkt nicht öffentlich beraten wird. Das Konzept wurde letztendlich von allen Bürgern bezahlt“, sagte Michael Terrey (Bündnis 90/Die Grünen). Erfolglos. Die Besucher mussten den Raum verlassen.

Nach Informationen dieser Zeitung stellte ein Planungsbüro dem Gremium seine Pläne für die Erweiterung des Rewe-Marktes am Marktplatz vor, der je nach Konzept auf bis zu 1400 Quadratmeter ausgebaut werden solle. Bürgermeister Peter Liske (BWG) bestätigte gestern auf Anfrage, dass über „konstruktive Vorschläge zur Weiterentwicklung des Markts“ diskutiert worden sei.

„Mein Eindruck ist, dass die Pläne mit der heißen Nadel gestrickt wurden“, sagt dazu Rolf Lammert (CDU). Seiner Ansicht nach müsse der Eingang des Markts näher an den Parkplätzen liegen. „Über den Leerstand in dem Gebäudekomplex wurde überhaupt nicht gesprochen“, so Lammert weiter. Dass Rewe seine Verkaufsfläche erweitern und attraktiver gestalten wolle, sei nachvollziehbar.

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