Repair-Café bleibt auch nach vier Jahren ein Erfolgsmodell

Initiator Holger Jensen zeigt das neue Prüfgerät für Elektrogeräte, das die Sicherheit erhöhen soll.
Initiator Holger Jensen zeigt das neue Prüfgerät für Elektrogeräte, das die Sicherheit erhöhen soll.

23-9374240_23-66045187_1416220327.JPG von
12. November 2018, 11:20 Uhr

Mehr als 90 Besucher, eine Reparaturquote von etwa 70 Prozent und den vierten Geburtstag gefeiert – Holger Jensen, Organisator und Initiator des Repair-Cafés im Gemeindehaus der Pinneberger Lutherkirche, hatte am Wochenende viele Gründe, zufrieden zu sein. Ein wenig Wehmut kam bei ihm aber auf: „Leider konnten wir unser neues Messgerät nicht einsetzen. Aber das kommt noch“, sagte Jensen.

Mit dem neuen Prüfgerät können die meisten Elektrogeräte Bügeleisen, Bohrmaschinen, Lampen oder auch Mehrfachsteckdosen auf ihre sicherheitsrelevanten Kenndaten gemäß Din-Norm überprüft werden. „Das bedeutet für uns High-End-Sicherheit. Wir können nun alle elektrischen Geräte, die wir repariert haben, überprüfen und haben die höchstmögliche Sicherheit. Eigentlich kann dann nichts mehr passieren“, erläuterte Jensen. Bei den Treffen der Repair-Café-Organisatoren sei die elektrische Sicherheit immer wieder ein Diskussionsthema. „Die Frage war, wie wir damit umgehen, wenn etwas passiert. Darüber müssen wir uns nun keine Gedanken mehr machen“, sagte Jensen. Bisher hatte er immer gezögert, die etwa 500 Euro für das Messgerät zu investieren. Das nun genutzte Modell wurde vom Prisdorfer Unternehmen Ludwig Weber gespendet. „Geschäftsführer Nils Weber hat nach Mitarbeitern gesucht und ich konnte ihm einen unserer Reparateure vermitteln. Mit der Spende wollte er sich bei uns bedanken“, sagte Jensen. Doch zum Einsatz kam das neue Gerät nicht. Dabei waren die mehr als 90 Reparaturen am Wochenende der zweithöchste Wert seit dem Bestehen des Repair-Cafés, dessen Helfer nach der Arbeit das vierjährige Bestehen feierten. Fahrräder, Spielzeug, Lampen und Uhren – alles wurde von den Freiwilligen in Gang gesetzt. Mehr als 1000 Kunden haben die Einrichtung bereits genutzt, mehr als 700 erfolgreiche Reparaturen verzeichnete Jensen. „Wenn man überall fähige Leute hat, dann kommt so eine Quote von 70 Prozent heraus“, sagte Jensen.

Die Fachkenntnisse der Pinneberger Reparateure sind auch in Wedel gefragt. Dort soll ein eigenes Repair-Café entstehen. „Wir unterstützen mit unserem Equipment, damit sie nicht sofort Geld investieren müssen“, erläuterte Jensen. Zudem haben einige Helfer bereits zugesagt, auch in der Rolandstadt zur Verfügung zu stehen, um auf Vordermann zu bringen, was die Besucher mitbringen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen