Rennräder, Live-Musik und Spenden

Die Ellerbeker Schülerband „Sound of Nugget“ sorgte für unterhaltsame Livemusik.
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Die Ellerbeker Schülerband „Sound of Nugget“ sorgte für unterhaltsame Livemusik.

Maifest und Citygiro locken tausende Besucher an

shz.de von
05. Juni 2018, 16:00 Uhr

Der Aufbau am Treffpunkt Rellingen und an den Arkaden war bereits im Gange, trotzdem wurden die Aussteller und Marktbeschicker am Sonntagmorgen ein wenig überrascht. „Wir waren noch in der gemütlichen Aufbauphase, als wir quasi schon das erste Mal überrannt wurden“, erläuterte Per Zacho vom Treffpunkt Rellingen. Die Kombination aus Citygiro und Maifest lockte wieder Tausende Besucher nach Rellingen.

„Ich glaube, es waren sogar noch mehr als im vergangenen Jahr“, sagte Zacho. Vor allem die Morgenstunden seien deutlich stärker besucht gewesen. „Wir hatten mehr Starter bei den unterschiedlichen Rennen und fast jeder bringt dann auch mehrere Begleitungen mit. Das haben wir sofort positiv an den Besucherzahlen zu spüren bekommen“, bilanzierte Zacho. Lizenzfahrer, Jugendliche, „Jedermänner“, das „Kinder-Fette-Reifen-Rennen“ oder eine Promi-Tour – in den unterschiedlichsten Wertungskategorien und über die unterschiedlichsten Distanzen ging es auf die Strecke. Zacho selbst düste beim Promi-Rennen vorweg. Allerdings mit Motorunterstützung. „Da unser Fahrer des Führungsfahrzeugs selbst mitfahren wollte, haben wir spontan die Idee entwickelt, dass ich mit meiner Simson Schwalbe vorwegfahre“, erläuterte Zacho. Das 1981 gebaute Gefährt kommt sonst als Firmenfahrzeug zum Einsatz. „Die Schwalbe hat eine Straßenzulassung von 60 Kilometern pro Stunde. Da brauchte ich an sich keine Sorgen haben, dass mich einer der Radler überholt“, sagte Zacho. Das Promirennen, an dem unter anderem Bürgermeister Marc Trampe (parteilos) mit seinem Sohn, Uwe Hönke, Vorsitzender des VfL Pinneberg, die Mitglieder des Lionsclubs Ellerbek Rellingen und andere Unternehmer und Politiker aus Rellingen und Umgebung teilnahmen, gewann übrigens Sascha Beckmann von den Radsportfreunden Pinneberg.

Etwa 20 Minuten hatte der Rellinger Steuerberater Bernd Dankowski, Präsident des Hamburger Radsportverbands, für das drei Kilometer lange Promi–Rennen als Zeitfenster eingeplant. „Beim Elite-Rennen der Frauen haben die Fahrerinnen im Durchschnitt 80 Sekunden pro Kilometer benötigt“, erläuterte er den Zuschauern an der Strecke. Dort wurden 40 Runden durch Rellingen absolviert, von den Elite-Herren sogar 70 Runden. „Das ist schon ganz großer Sport, den wir hier geboten bekommen“, sagte Dankowski. Auch Zacho war begeistert: „Was einzigartig für eine Rennveranstaltung in Deutschland ist, ist die Tatsache, dass die Frauen ihr eigenes Rennen fahren. Normalerweise starten sie mit den Junioren oder Senioren der Herren.“ Zudem wurden die gleichen Preisgelder ausgeschüttet.

Um Geld ging es auch am Rande der Strecke. Die Mitarbeiter von Hörgeräte Zacho liefen mit Spendendosen durch Rellingen, um Geld für den Lionsclub Ellerbek Rellingen zu sammeln. Das Geld soll den Halstenbeker Pfadfindern zugute kommen. Ebenso wie die Einnahmen aus dem Lions-Bierwagen. „Beim Fest selbst hoffen wir darauf, dass es sich selbst trägt“, sagte Zacho. Auch hier wurde – neben der für das Rennen gesperrten Hauptstraße – einiges geboten.

Moderatorin und Musikerin Kat Wulff führte durch das Programm. Für musikalische Untermalung sorgte „Sound of Nugget“, die Schülerband aus Ellerbek, sowie Kat Wulff und Lorenz Hargassner mit Live-Musik. Danach übernahm DJ Gideon Schier. Bei der „Bob der Baumeisteraktion“ konnten die Kinder ihr handwerkliches Geschick unter Beweis stellen. Die Abiturientin 2018 bot selbstgebackenen Kuchen an und schminkte die jüngsten Besucher, um Geld für die Abschlussfeier zu sammeln.

„Uns geht es darum, Rellingen interessant zu machen und den Ort nach vorne zu bringen. Ich kenne keine Gemeinde, wo das so einfach und unkompliziert funktioniert“, sagte Zacho. Der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Verwaltung und Vereinen sei herausragend. „Daher macht es auch so viel Spaß, etwas auf die Beine zu stellen. Wenn in Rellingen etwas los ist, kommen die Leute einfach“, so Zacho.

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