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Kreis Pinneberg : Rellinger Feuerteufel: Jetzt spricht die Polizei

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ein Feuerteufel hat in Rellingen Angst und Schrecken verbreitet. Ein Verdächtiger ist gefasst. Auf der Einwohnerversammlung will Reviervize über den „Umgang mit Bedrohungslagen“ sprechen.

shz.de von
erstellt am 04.Okt.2014 | 16:00 Uhr

„Umgang mit Bedrohungslagen“ nennt Götz Nowobilski seinen Vortrag während der Rellinger Einwohnerversammlung am Dienstag, 21. Oktober. Auf der Rathaus Galerie in der Rellinger Hauptstraße 60 wird der Polizeihauptkommissar und Polizeivize des Reviers Rellingen sicherlich Bezug nehmen auf den wochenlangen Terror, den ein Feuerteufel seit dem 28. Juli in der Baumschulengemeinde verbreitet hatte.

Zur Erinnerung: Insgesamt acht Autos gingen in mehreren Nächten bis zum 8. August in Flammen aus. Dann folgte eine trügerische, nervenzerreißende Ruhe. Angst und Wut begleitete die Menschen. Bis zum erlösenden Tag, als Kripobeamte am Dienstag, 9. September, um 23.30 Uhr den 26 Jahre alten André M. aus Rellingen auf frischer Tat ertappten.

Für diesen Versuch, zwei Autos anzünden zu wollen, sitzt der 26-Jährige, bekannt als der sogenannte Apfelfestbomber, in Untersuchungshaft. Ob ihm auch die anderen Taten, bei dem unter anderem das Auto der Ortsjugendpflege zerstört wurde, nachgewiesen werden können, wird der Prozessverlauf zeigen.

Es ist in jedem Fall ein kluger Schachzug der Verwaltung unter Bürgermeisterin Anja Radtke, gerade zu diesem Zeitpunkt einen Experten wie Götz Nowobilski für diesen öffentlichen Auftritt gewonnen zu haben. Der Beamte dürfte zu jedem Zeitpunkt über die aufwendige und intensive Fahndung informiert gewesen sein. Im Fokus seines Referats dürfte Nowobilski Antworten darauf geben, wie unter anderem die Menschen auf einen Ausnahmezustand von diesem Format reagieren sollten. Wie der Informationsfluss mit der Bevölkerung und in welcher Form die Zusammenarbeit mit den Medien aussehen sollte. Marianne Stock (CDU), zweite stellvertretende Bürgervorsteherin, hat zudem weitere Punkte auf die Tagesordnung gestellt. Im Anschluss an die Begrüßung und Eröffnung durch den stellvertretenden Bürgervorsteher Peter Geercken (SPD) wird Verwaltungschefin Anja Radtke darüber berichten, „was in Rellingen los ist“.

Des Weiteren steht das Problem der Flüchtlingssituation in Rellingen im Fokus: Wie sieht die Unterbringung und Betreuung von Asylbewerbern in der Gemeinde aus. Zu guter Letzt besteht die Chance zur Diskussion. Stock: „Die Bürger werden gebeten, Fragen zu stellen.“

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