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„CVS 2020“ ist Chefsache : Rellingens Bürgermeister über den Umbau fürs Abi, Straßenführung, Wohnungsbau und Leerstand

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Gespräch offenbart sich Marc Trampe als ein hochkonzentrierter, fokussierter Verwaltungslenker, der gefordert ist und sich seiner Verantwortung bewusst ist.

Rellingen | Selten Entscheidungsstau in den Rellinger Gremien, bedingt durch CDU-Mehrheitsverhältnisse, ein eingespieltes Verwaltungsteam, etwa 1600 quirlige Firmen vor Ort, sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen, eine sich stets wandelnde Wohnungsbau- und Schullandschaft – für Marc Trampe (parteilos), Bürgermeister seit 1. November, dürfte sich sein neuer Job paradiesisch anfühlen. Doch der Schein trügt. Beim 45-Minuten-Gesprächstermin offenbart sich der 36-Jährige als ein hochkonzentrierter, fokussierter Verwaltungslenker, der gefordert ist und sich seiner Verantwortung bewusst ist.

Sein Schreibtisch ist aufgeräumt. Kaum Akten. Doch der Schein trügt. Die Themenpalette, wo seine Talente als Vermittler und Macher gefragt sind, ist breit und vielfältig. Ganz oben auf der Agenda – quasi Chefsache – ordnet der Familienvater Umbau und Erweiterung der Caspar-Voght-Schule (CVS) ein. Gymnasiale Oberstufe – das hält ihn, Verwaltung und Politik in Atem. Es geht um viel Geld. 14 Millionen Euro – Stand heute – werden eingeplant, um den Baukörper aus den 1970er Jahren aufzupeppen.

Und es geht voran mit dem Projekt „CVS 2020“. Trampe: „Die erste Stufe des Planerauswahl-Verfahrens ist abgeschlossen. 16 Firmen haben sich beworben. Fünf kommen in den engere Wahl, über den der Bauausschuss am 20. Februar befinden wird.“ Die Auswahl über den Umbau-Berufenen wird nach einem Punkteverfahren entschieden. „Das wird Ende April sein“, legt sich Trampe fest. „Dann werden wir auch seriös die Kosten nennen können, wobei wir zwischen den Kosten für die Oberstufe und der allgemein notwendigen Modernisierung unterscheiden müssen.“ Er nennt das Megaprojekt, den Umbau während des laufenden Betriebs, einen „Impuls zur Modernisierung“.

Das beinhalte auch die Diskussion über die Neuaufstellung der Ortsjugendpflege. Die Mensa vor Ort müsse erweitert werden, die Räume des nahen Jugendtreffs „OASE“ werden wohl „geschluckt“. „Wo letztlich die Jugend betreut wird – am alten Standort oder wieder im Ortskern – wird von einer interfraktionellen Arbeitsgruppe erarbeitet“, berichtet Trampe.

Die Abriss-Party ist fest eingeplant

Die 2016 gescheiterte Ausschreibung für den Umbau der Brüder-Grimm-Schule – Kosten: sechs Millionen Euro – hat Trampe abgehakt. Im März beginne die Baustelleneinrichtung, fast alle Gewerke sind unter Dach und Fach. Die Abriss-Party ist fest eingeplant. Jetzt gilt nur noch der Blick nach vorn. „Zum Schuljahr 2018/2019 soll alles fertig sein.“

Am Ellerbeker Weg, der Hempberg- sowie der Meisenstraße entstehen Wohnungen inklusive sozial geförderte Bleiben, die wegweisend seien – ein Signal für Trampe wider dem Stillstand. Bei den Verhandlungen zum Umbau der Kreuzung Hauptstraße/Tangstedter Chaussee ist die Gemeinde aktuell nur Zuschauer. „Wir sind mit dem Investor in Gesprächen.“ Ob es zu einer Lösung kommt, dazu wollte Trampe sich nicht äußern.

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erstellt am 16.Feb.2017 | 10:00 Uhr

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