Nach tödlichem Unfall im Betonwerk : Rellingen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung

Von der Straße aus waren die Einsatzwagen auf dem Werksgelände zu sehen, nicht jedoch der Unfallort.
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Von der Straße aus waren die Einsatzwagen auf dem Werksgelände zu sehen, nicht jedoch der Unfallort.

Auf dem Gelände einer Betonfirma gerät ein Arbeiter unter einen Lkw. Für den Mann kommt jede Hilfe zu spät.

shz.de von
01. Juli 2015, 17:04 Uhr

Rellingen | Nach dem tödlichen Unfall, bei dem am Mittwoch ein 59-jähriger Mann aus Hamburg bei einem Unfall auf dem Gelände der Hacon-Betonwerke in Rellingen (Kreis Pinneberg) ums Leben gekommen ist, hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Nach ersten Ermittlungsergebnissen ist der Mann auf einer schmalen Durchfahrt zwischen zwei Gebäudeteilen von dem sehr langsam fahrenden Lkw-Gespann vorn rechts erfasst worden, und dann unter die Zwillingsreifen der nachfolgenden Doppelachse geraten. Dabei habe er sofort tödliche Verletzungen erlitten.

Der 33-jährige Fahrer habe den Lkw gestoppt, als sich ein Zeuge durch Gesten und Rufen bemerkbar gemacht habe. Dieser habe zwar nicht gesehen, wie es zu dem Unfall gekommen war, hätte jedoch einen Schrei des 59-Jährigen gehört und sei so auf das Unglück aufmerksam geworden. Der Lkw-Fahrer, der als Anlieferer auf dem Werksgelände war, habe erst dann erkannt, was geschehen war. Beim Eintreffen der Polizei habe er massiv unter dem Eindruck des Unfalls gestanden.

Die Ermittlungen hätten ergeben, dass es zum Unglückszeitpunkt keine Beeinträchtigung seiner Fahrtüchtigkeit gegeben habe. Derzeit gehe man von einem Unfall aus. Um aber dennoch zu prüfen, ob dem Fahrer ein Fehlverhalten vorzuwerfen sei, wurde das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

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