Rellingen hofft auf die Oberstufe

Rellingens  Bürgermeisterin Anja Radtke (Zweite von links)  diskutierte     mit Gunnar Koltzk (von links), Schulleiter Jochen Kähler, Kai Vogel,  der stellvertretenden Schulleiterin Andrea Rönnau und   Ernst Dieter Rossmann.
Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke (Zweite von links) diskutierte mit Gunnar Koltzk (von links), Schulleiter Jochen Kähler, Kai Vogel, der stellvertretenden Schulleiterin Andrea Rönnau und Ernst Dieter Rossmann.

Rossmann und Vogel diskutieren mit Anja Radtke

shz.de von
25. März 2014, 16:00 Uhr

Die Grund- und Gemeinschaftsschule Rellingen sowie die Schulsozialarbeit waren Schwerpunktthemen beim Jahresgespräch von Bürgermeisterin Anja Radtke mit Schulleitern sowie SPD-Abgeordneten von Stadt, Land und Bund. „Wir wollen die Caspar-Voght-Schule zum Leuchtturm machen“, sagte der stellvertretende SPD-Vorsitzende Gunnar Koltzk.

Die Schule ist jedoch schon auf gutem Wege zu einer solchen Stellung innerhalb des Kreises. „Wir haben seit dem vergangenen Schuljahr eine stark aufgestellte Gemeinschaftsschule“, sagte Radtke. Im Gespräch ging es dem SPD-Landtagsabgeordneten Kai Vogel sowie dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann besonders darum, sich über die Situation in Rellingen zu informieren. „Wir haben uns inzwischen zu einer Kompetenzschule mit vielen Angeboten entwickelt“, informierte die Bürgermeisterin. Das Spektrum beinhalte den offenen Ganztag genauso wie Mensa und Sprachintensivheilklassen. Aus anderen Ländern stammende, der deutschen Sprache nicht mächtige Schüler können an der Schule Deutsch als zweite Fremdsprache wählen.

Auch in puncto Sozialarbeit ist die Schule gut aufgestellt. „Hier handelt es sich um ein Gemeinschaftswerk“, freute sich Radtke. 160 000 Euro fließen pro Jahr in die Sozialarbeit für vier unbefristete Voll- und Teilzeitkräfte. Von dem Geld für Sozialarbeit kommen 36 000 Euro als Zuschüsse von Land, Bund und Kreis.

„Wir registrieren, dass sich die Ausstattung der Schule unter anderem mit White-boards auf neuestem Stand befindet“, lobte Rossmann.

Auch Ziele der Grund- und Gemeinschaftschule wurden diskutiert. „Langfristig soll dort eine Oberstufe eingerichtet werden, weil dies der Attraktivität des Standortes sowie den Bedürfnissen der Anwohner entgegenkommt“, sagte Vogel.

Auch die Inklusion war ein wichtiges Thema. „Vor allem ist uns das personelle Problem verdeutlicht worden“, so Vogel. Auf Landesebene seien Politiker dabei, ein Konzept zu entwickeln. Wie Rossmann mitteilte, möchte die SPD unter diesem Gesichtspunkt die Lehrerausbildung verbessern. „Hier muss verhandelt werden, wie die für vier Jahre angelegten sechs Milliarden Euro Unterstützung von Ländern und Kommunen genau angelegt wird“, erläuterte Rossmann. Es sei gut, dass im Land angekommen sei, dass die Schulsozialarbeit noch verstärkt werden solle.

Weiteres Problem: die Pflege der modernen Schulausstattung wie Whiteboards und Rechner. „Wir denken noch in alten Hausmeisterkategorien“, sagte Rossmann. Mit dem derzeitigen Lösungsansatz, dem Einsetzen einer Rellinger Firma auf Honorarbasis, handelt es sich laut Radtke um „keine optimale Lösung“. Auch für eine bessere Krippen- und Betreuungssituation möchte sich Rossmann einsetzen.

Verlässlichkeit: Positiv begrüßten die Gesprächsteilnehmer, dass die Schule ab nächstem Schuljahr in der fünften und sechsten Klasse von acht bis 14 Uhr eine Betreuung für Schülerinnen und Schülern anbietet.

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