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Dreck-Alarm in Pinneberg : Reinigungsmaschinen werden am Hindenburgdamm durch parkende Autos behindert

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Fahrzeuge der Stadtreinigung werden immer wieder durch parkende Autos behindert. Anwohner fordern seit 2014 eingeschränktes Halteverbot.

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erstellt am 10.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Der Hindenburgdamm 76 - 88 in Pinneberg: Parkende Autos, wohin das Auge blickt. So weit, so gut. Problematisch wird es immer montags, wenn die Stadtreinigung zwischen 6 und 8 Uhr unterwegs ist. Jedesmal fährt die Kehrmaschine an der langen Schlange der parkenden Fahrzeuge vorbei, so dass der Rinnstein und die gesamte Fahrbahnhälfte nicht gereinigt wird. Die Verwaltung versprach gestern eine Lösung des Problems.

Aufmerksame Anwohner hatten die Stadt bereits im Herbst 2014 auf diesen Missstand aufmerksam gemacht, „der besonders auftritt, wenn im Herbst die harten Eichenblätter die Straße und damit auch die Siele verunreinigen“, berichtet Christine Herde-Hitziger, eine der Anwohnerinnen. Die engagierten Bürger haben der Verwaltung deswegen vorgeschlagen, am Hindenburgdamm ein eingeschränktes Halteverbot mit Zeitbegrenzung anzuordnen und zwei entsprechende Schilder aufzustellen. Nur: Geschehen sei seit der Initiative im Herbst 2014 trotz etlicher weiterer Anstöße nichts.

„Dabei fing alles so gut an“, berichtet Herde-Hitziger. Die Anfrage beim Leiter des zuständigen Fachdienstes habe auf offene Ohren gestoßen, der Sinn der geforderten Maßnahme sei uneingeschränkt bejaht worden.

„Die Posse in ihren einzelnen Akten darzustellen, würde zu weit führen“, sagt Herde-Hitziger. Nur so viel: „Die Verschuldung der Stadt musste dafür herhalten, dass es nun schon über zwei Haushalte hinweg nicht möglich war, zwei temporäre Halteverbotsschilder zu ordern und aufzustellen“, sagt sie. Ihren Unmut hätten die Anwohner in diversen Schreiben geäußert, auch an das Beschwerdemanagement und die Bürgermeisterin selbst. „Das Ergebnis war eine weitere Mahnung zur Geduld, bis zum heutigen Tag“, so ihr Fazit. „Wer dem Sielreiniger bei seiner harten Arbeit zugesehen hat, wenn er aus den Gullys körbeweise das Laub herausholt – übrigens mit eigener Körperkraft –, sofern nicht auch ihn parkende Autos daran hindern, der hat kein Verständnis für eine solche Verschwendung öffentlicher Ressourcen“, gibt Herde-Hitziger zu bedenken.

Sie vergleicht das Ganze mit einem Schildbürgerstreich: „Wir haben sie gern belächelt, die dummen Zeitgenossen aus Schilda, die sich so manche Grube gebaut haben, in die sie dann selbst hineingefallen sind. Weniger zum Lächeln als zum Ärgern lädt dagegen die Nachlässigkeit aus der Pinneberger Verwaltung ein, die leider nichts mit den kreativen Irrtümern der Bürger von Schilda gemein hat.“ Doch wie geht es jetzt weiter? „Wir haben die Einzugsermächtigung für die Straßenreinigungsgebühr Ende des letzten Jahres zurückgezogen und die Erstattung der Gebühr für 2015 gefordert, da wir nicht bereit sind, einen Dienst zu bezahlen, der aus nicht zu rechtfertigenden Gründen nicht geleistet wird“, sagt sie. Der nächste Zahlungstermin sei am 15. Februar. „Es sieht ganz so aus, dass wir ihn verstreichen lassen werden, und zwar bis unsere Forderung nach zwei Schildern für den Hindenburgdamm erfüllt ist, die das Abstellen von Fahrzeugen in der Zeit von 6 bis 8 Uhr am Montagmorgen untersagen.“ „Wir werden die Maßnahme kurzfristig umsetzen“, sagt Marc Trampe, Sprecher der Stadt, auf Anfrage.

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