zur Navigation springen

Rehmenfeld-Retter machen erneut mobilBebauung geplant: Anwohner fürchten Verkehrschaos und Fahlt-Durchstich

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Das Thema ist ein Dauerbrenner: Seit 2011 wird über die Bebauung des Rehmenfelds in Pinneberg diskutiert. Seit einigen Tagen liegt erstmals ein Rahmenplan für die Entwicklung des zwischen Thesdorf und Fahlt gelegenen Areals auf dem Tisch (wir berichteten). Auf etwa 17 Hektar könnten 400 zusätzliche Wohneinheiten entstehen. Auch Gewerbe soll angesiedelt werden. Der Widerstand lässt nicht auf sich warten – die Rehmenfeld-Retter wollen den Kampf aufnehmen.

Ortstermin in der Straße Rehmen: Hier wohnen Heinz Schröder und Anke Petersen. Beide sind Mitglieder der Interessengemeinschaft, die seit drei Jahren gegen eine zu dichte Bebauung des Umfelds kämpft. „Wir sind in hohem Maße verärgert“, sagt Petersen. Es habe in der Vergangenheit immer wieder Bekenntnisse der Politiker gegeben, das Areal zunächst nicht anzutasten. Schröder verweist auf andere Großprojekte wie den Bau der Westumgehung, die Umgestaltung der City sowie die Entwicklung der Eggerstedt-Kaserne zu einer Parkstadt. Es sei überhaupt nicht nachvollziehbar, dass die Stadt sich ein weiteres Großprojekt ans Bein binde.

Die Argumente der Rehmenfeld-Retter haben seit Jahren Bestand. Petersen verweist auf die schon jetzt zu Stoßzeiten stark belastete Rellinger Straße: „Wir befürchten ein Verkehrschaos.“ Ihr könne niemand erzählen, dass die Bebauung des Rehmenfelds nicht auch den seit Jahren umstrittenen Durchstich am Fahlt nach sich ziehen würde. „Diesbezüglich sollen schlicht Fakten geschaffen werden“, vermutet Petersen.

Schröder weist mit Nachdruck auf die bereits jetzt gegebene Belastung der Anwohner hin. Die nahe Bahnlinie und die A 23 sorgten für Lärmbelästigungen und Feinstaub. Die Höhe der seitens der Stadt prognostizierten Gewerbesteuereinnahmen zweifelt er an. Schröder verweist zudem auf abweichende Schätzungen bezüglich der in einem Gewerbegebiet entstehenden Arbeitsplätze. Sei 2013 noch von 240 neuen Jobs die Rede gewesen, würden nun 578 versprochen. „Das sind Ungereimtheiten, die man uns erklären muss.“ Eine transparente Kosten-Nutzen-Rechnung müsse her.

Am Dienstag, 9. September, wollen die Rehmenfeld-Retter um Antworten bitten. Dann könnte der Ausschuss für Stadtentwicklung einen Grundsatzbeschluss zur Bebauung des Rehmenfelds fassen. Die Sitzung im Rathaus beginnt um 18.30 Uhr. „Wir werden mobil machen“, verspricht Petersen, die auch um den Wert des nahen Fahlts fürchtet. Der werde bei einer Umsetzung des Konzepts „angeknabbert“. „Dabei wirbt Pinneberg für sich als Wohnort im Grünen“, so Petersen.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen