Regio-Klinikum im Wandel

Sie zeigen Engagement für ihren Arbeitsplatz und den Standort Pinneberg: Nicole Molzen, Privatdozent (von links), Dr. Hamid Mofid und Claudia Hoop.
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Sie zeigen Engagement für ihren Arbeitsplatz und den Standort Pinneberg: Nicole Molzen, Privatdozent (von links), Dr. Hamid Mofid und Claudia Hoop.

Drei Vertreter blicken auf die Entwicklungen der vergangenen Jahre und schauen voraus

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31. August 2018, 16:43 Uhr

Heute haben Nicole Molzen, Claudia Hoop und Privatdozent Dr. Hamid Mofid von den Regio- Kliniken allen Grund zur Freude – nicht nur weil sie auf ein gelungenes Mitarbeiterfest am vergangenen Augustwochenende zurückblicken, sondern vor allem, weil die Regio-Kliniken Elmshorn, Pinneberg und Wedel seit einem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Das war lange nicht der Fall. Als die Sana Kliniken AG 2009 die Krankenhäuser übernahm, gab es einen erheblichen Betriebsverlust.

Seitdem hat sich einiges zum Positiven entwickelt, berichten die Pflegedirektorin Nicole Molzen und die Bereichsleiterin der Chirurgie Claudia Hoop. Beide arbeiten hier bereits seit Anfang der 1990er Jahre. „Natürlich bringt eine Übernahme immer Sorgen bei den Mitarbeitern mit sich, doch Sana investiert großzügig und wir arbeiten an besseren Prozessen und Strukturen“, lobt die Pflegedirektion. Die Privatisierung zog den Wechsel von einigen Fachabteilungen nach sich, doch das Konzept geht laut Molzen auf: „Wir haben jetzt eine bessere Auslastung über die Standorte. Lange waren die einzelnen Kliniken untereinander konkurrenzbehaftet. Letzte Auswirkungen spüren wir noch, aber es wird deutlich besser“. Auch Chefarzt Dr. Mofid ist von der Trendwende überzeugt: „Wir können heute Sachen machen, die vor zehn Jahren undenkbar waren. Wir haben uns von einem Kreiskrankenhaus in eine überregional anerkannte Klinik entwickelt. Das macht mich richtig stolz.“ Dabei verweist er insbesondere auf die kürzlich erzielten Operationserfolge seines Kollegen Dr. Hamid-Reza Mahoozi. In den letzten Monaten hat der Lungenchirurg gleich zwei in Deutschland bisher einzigartige Operationsmethoden erfolgreich am Pinneberger Klinikum durchgeführt.

Gerade in Anbetracht der Konkurrenz mit den Hamburger Kliniken seien solche Errungenschaften wichtig, betont Mofid, denn natürlich entscheiden sich viele Pinneberger aus den Hamburg nahen Randgebieten auch für Krankenhäuser in der Hansestadt. „Wir müssen so gut sein, dass die Leute gern hierhergehen. Mein Ziel ist es damit auch, den Standort Pinneberg zu stärken“, plädiert der Hamburger, der 2015 als Chefarzt nach Pinneberg wechselte.

Insbesondere die familiäre Atmosphäre gefällt ihm an seinem jetzigen Arbeitsplatz: „Ich bin immer wieder überrascht, wie gut die Leute, die hier arbeiten, ihre Patienten kennen.“ Auch Nicole Molzen und Claudia Hoop schätzen das Miteinander, aber ebenso die schnelllebigen Entwicklungen am Standort. „Auf die anstehende Digitalisierung freuen wir uns sehr“, beteuert die Bereichsleiterin der Chirurgie. Unter anderem, weil sie und ihre Mitarbeiter dann endlich keine handschriftlichen Notizen der Ärzte mehr entziffern müssen.

Baulich wird sich einiges tun. Die prominenteste Baustelle befindet sich direkt am Fahltskamp, wo neue OP-Säle und eine neue Notaufnahme entstehen. 2019 sollen diese Räumlichkeiten dann nutzbar sein. Mofid ist zuversichtlich: „Ich sehe mich da im Mai bereits operieren!“

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