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Kreis Pinneberg : Regio-Kliniken lagern 180 Mitarbeiter aus

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Regio-Kliniken haben ihre Anteile an der Pinneberger Kliniken Servicegesellschaft verkauft: Die Mitarbeiter arbeiten für die Regio-Kliniken, sind aber bei der PKS angestellt.

shz.de von
erstellt am 10.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Unruhe bei den Regio-Kliniken: Das Krankenhaus-Unternehmen hat seine Anteile an der Pinneberger Kliniken Servicegesellschaft (PKS) verkauft. Die Mitarbeiter und die Gewerkschaft Verdi befürchten nun als Folge dieses Schritts finanzielle Nachteile für die betroffenen etwa 180 Mitarbeiter.

In einem Schreiben hat Regio-Geschäftsführerin Angela Bartels den Mitarbeitern den Verkauf mitgeteilt: "Im Rahmen des laufenden Konsolidierungsprozesses werden die Regio-Kliniken ihre Anteile an der Pinneberger Kliniken Servicegesellschaft vollständig an die Sana Personal Service GmbH (SPS) veräußern. Der neue Gesellschafter tritt in sämtliche Rechte und Pflichten der PKS ein."

In der PKS sind Arbeitskräfte angestellt, die zuständig sind für die Küche, die Reinigung, die zentrale Sterilisation, den Patientenservice, Lager und Archiv, Bettenaufbereitung, Transportdienst, Empfang, Hol- und Bringe- sowie Transportdienst. Etwa 180 Angestellte arbeiten dort. Gegründet wurde die Gesellschaft noch unter Kreisträgerschaft. Sie gehörte zu 100 Prozent den Regio-Kliniken.

Geschäftszweck der PKS ist laut Bartels die "Arbeitnehmerüberlassung innerhalb des Sana-Konzerns." Mit anderen Worten: Die Mitarbeiter arbeiten zwar für die Regio-Kliniken, sind aber bei der PKS angestellt. Der Vorteil für Regio: Bei Gesellschaften wie der PKS bekommen die Mitarbeiter weniger Geld, als wenn sie direkt bei Regio angestellt wären. Immerhin gibt es für die PKS seit 1. Juli 2012 einen Haustarifvertrag. Der kann nach Gewerkschaftsangaben aber zum 30. Juni gekündigt werden. Die neue Gesellschaft, die SPS, habe dagegen keinen Tarifvertrag. Ein Grund für die Sorgen der Mitarbeiter.

Das Einstiegsgehalt für eine Reinigungskraft oder eine Küchenhilfe beträgt 9,12 Euro pro Stunde. Das ist 62 Cent über dem von Union und SPD während der Koalitionsverhandlungen vereinbarten Mindestlohn.

Laut Bartels können mit dem Einstieg der SPS bei der PKS „die Kompetenzen in diesem Bereich gebündelt werden". Deshalb sei der Schritt logisch. Nach Angaben der Regio-Geschäftsführerin finden die Veränderungen „ausschließlich auf gesellschaftsrechtlicher Ebene“ statt. "Wir sparen Verwaltungskosten, denn für jede Gesellschaft müssen wir einen Jahresabschluss machen und den testieren lassen“, so Regio-Sprecher Sebastian Kimstädt. "Auswirkungen auf den Betrieb oder die Arbeitsverhältnisse der Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter der PKS sind mit dem Anteilsverkauf nicht verbunden", beschwichtigt Bartels. Gewerkschaftssekretärin Heike Maser-Festersen, teilt diese Ansicht nicht: "Wir befürchten weitere Verschlechterungen für die Mitarbeiter."
 

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