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Regio-Chefin erwartet für dieses Jahr ein geringeres Defizit

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

shz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 13:27 Uhr

Es ist das schlechteste Jahresergebnis, das die Regio-Kliniken seit dem Verkauf von 74,9 Prozent der Anteile an den Sana-Konzern im Jahr 2010 eingefahren haben: Knapp 9,2 Millionen Euro Verluste brachte das Jahr 2013. Damit bestätigte Geschäftsführerin Angela Bartels gestern das, was unsere Zeitung Mittwoch berichtet hatte. Dennoch sieht Bartels optimistisch in die Zukunft. Der Grund: In diesem Jahr will das Unternehmen rund acht Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung seiner drei Standorte investieren.

Die Nachfrage nach den Regio-Krankenhäusern in Elmshorn, Pinneberg und Wedel, war im vergangenen Jahr ungebrochen hoch. 34 322 Patienten wurden behandelt, rund 200 mehr als 2012. Dennoch seien die Verluste „sehr, sehr unschön“, sagte Bartels. Ein Großteil der Miesen sei in Wedel entstanden, unter anderem deshalb, weil das Orthopädiezentrum und die manuelle Medizin wieder eingestellt worden seien. Auch die Ablösung von Krediten, deren Ursprung in der Vor-Sana-Zeit lägen, trügen zu dem negativen Ergebnis bei, so Bartels. Nach wie vor ein großes Ärgernis für das Krankenhausunternehmen des Kreises Pinneberg sind die unterschiedlichen Fallpauschalen, die von den Krankenkassen gezahlt werden. Würden die Kliniken im Kreis Pinneberg für die gleichen Leistungen auch die gleichen Erstattungen wie die Kliniken in Hamburg bekommen, wären die Einnahmen im vergangenen Jahr um 3,25 Millionen Euro höher gewesen. Für dieses Jahr erwarten Bartels und Philipp Schlösser, der seit Januar die Geschäftsführung verstärkt, ein besseres Ergebnis. Im Klinikum Wedel soll das Zentrum für Altersmedizin weiterentwickelt werden. Zusätzlich wird dort seit diesem Monat eine standortübergreifende Pneumologie aufgebaut. „In Elmshorn liegt unser Fokus auf der weiteren Stärkung unserer chirurgischen Zentren und in Pinneberg werden wir die Neurologie weiter ausbauen“, sagte Schlösser. „Aufgrund des steigenden Bedarfs werden wir die komplexen Medizinbereiche rund um Herz, Kopf und Alter stärken, um nachhaltig zu wachsen“, ergänzte Bartels. Dafür soll sogar zusätzliches Personal eingestellt werden, nachdem im vergangenen Jahr laut Bartels 30 Stellen nicht wieder besetzt worden waren.

Eine der am besten laufenden Abteilungen ist die Gefäßchirurgie, berichtete Dr. Oliver Harder, Chefarzt Innere Medizin. „Wir haben jedes Jahr steigende Patientenzahlen. Das Gefäßzentrum floriert“, sagte er.

Das erwartet Bartels in diesem Jahr vom kompletten Unternehmen. „Ich gehe davon aus, dass wir 2014 ein deutlich besseres Ergebnis haben und das Defizit wesentlich reduzieren werden“, sagte sie.

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