Rechtzeitiges Proben für den Ernstfall

<strong>Timon (links) und Ole</strong> (beide 6 Jahre)  legen Verbände an. <strong>DRK-Mitarbeiterin</strong> Jutta Wilm übt mit den Kindern Notrufe. <foto>mae (2)</foto>
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Timon (links) und Ole (beide 6 Jahre) legen Verbände an. DRK-Mitarbeiterin Jutta Wilm übt mit den Kindern Notrufe. mae (2)

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16. Mai 2013, 01:14 Uhr

Rellingen/Pinneberg | Ein halbes Dutzend Fünf- und Sechsjähriger drängte sich um den kleinen Jungen an der Notfallstation. "Darf ich nach dir, Lasse?", bat eines der Mädchen. Jeder wollte einmal den Hörer in die Hand nehmen und einen fiktiven Notruf abgeben. Jutta Wilm, ehrenamtliche Mitarbeiterin im Museum, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) assistierte: "Stell dir vor, du hast dir den Fuß verstaucht und kannst nicht mehr laufen. Was sagst du dann?"

16 Kinder der DRK-Kita in Rellingen besuchten am Dienstag das DRK-Museum in Pinneberg. Anlass war das 150-jährige Jubiläum, das vom Deutschen Roten Kreuz in diesem Jahr gefeiert wird. Im Museum konnten die Kleinen alte Uniformen und Ausrüstung bewundern - und manches, wie die Notfallstation, gleich selbst ausprobieren.

Dem Ausflug in die Vergangenheit des Roten Kreuzes folgte ein praktischer Mini-Lehrgang: DRK-Ausbilderin Maike Gosch-Matthies führte die Kinder in Erste-Hilfe-Maßnahmen ein. Die kleinen Schüler probten eifrig - und unter großzügiger Verwendung des Übungsmaterials: Stolz zeigten sie ihre bandagierten Unterarme und von Pflastern bedeckten Hände vor. "Es ist ganz wichtig, dass die Kinder so früh anfangen", sagte Ausbilderin Gosch-Matthies. Ziel der Übung sei, "dass die Kinder die Angst vor Erster Hilfe verlieren" und lernten, "dass man mit einfachen Mitteln jemandem helfen kann." Schließlich würden die Kinder bald eingeschult: "Und auf dem Schulweg kann ja auch was passieren."

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