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Pinneberger Tageblatt

24. November 2017 | 08:21 Uhr

Rechtsabbieger als beste Variante

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

untersuchungExperten sehen für Kreuzung Esinger Straße/Ahrenloher Straße in Tornesch keine Alternative zum Bau einer Spur

von
erstellt am 07.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Verkehrsexperten haben sich erneut mit Torneschs zentralem Knotenpunkt, der Kreuzung Esinger Straße/Ahrenloher beschäftigt. Ihr Fazit: Nur mit dem Neubau einer eigenen Rechtsabbiegerspur in der Esinger Straße kann eine deutliche Verbesserung des Verkehrsflusses erreicht werden. Damit erteilten die Experten zwei Vorschlägen aus der Politik eine Absage.

Die Tornescher FDP hatte vorgeschlagen, die derzeitige Linksabbiegerspur künftig auch für geradeaus fahrende Fahrzeuge freizugeben. Die aktuelle Hauptspur sollte entsprechend den Rechtsabbiegern vorbehalten sein. Der entsprechende Beschluss fand keine Mehrheit.


Anzahl der Fahrzeuge würde sich verdoppeln


Mitarbeiter des Wasser- und Verkehrskontors (WVK) aus Neumünster haben die FDP-Variante dennoch unter die Lupe genommen. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass sich die Verkehrsstärke auf dem derzeitigen Linksabbiegerstreifen in Spitzenzeiten auf 300 Fahrzeuge pro Stunde verdoppeln würde. „Dies führt dazu, dass der vorhandene Stauraum des bisherigen Linksabbiegestreifens nicht ausreicht und es zu Rückstau bis in den verbleibenden Rechtsabbiegestreifen kommt“, so die Ingenieure. In ihrem Bericht gehen sie auf weitere, negative Auswirkungen ein, die Variante der Liberalen nach sich ziehen würde. Unter anderem wäre aus fahrgeometrischen Gründen keine zeitgleiche Freigabe des Rechtsabbiegers aus der Esinger Straße und des Linksabbiegerstreifens aus der Ahrenloher Straße möglich.

Zur Beschreibung der Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes nutzen die Verkehrsexperten Qualitätsstufen. Derzeit sei die Stufe F erreicht − damit ist die Kreuzung weit entfernt vom Optimum, der Qualitätsstufe A. Mit dem Bau einer eigenen Rechtsabbiegerspur in der Esinger Straße könnte hingegen die laut WVK ausreichende Qualitätsstufe D erreicht werden.

Auch eine neue Ampelsteuerung ist laut der Neumünsteraner Verkehrsplaner keine Option. Entsprechende Ideen waren während der Bauausschusssitzung aufgekommen. Die Lichsignalanlage entspreche dem Stand der Technik und reagiere auf die tatsächlich vorherrschenden Verkehrsverhältnisse, heißt es in der Stellungnahme. Wichtig sei die verkehrsabhängige Steuerung zudem insbesondere für die verkehrsschwachen Zeiten, da dann an allen Zufahrtsstraßen Anforderungen auftreten.

Die Politik wird das Thema am kommenden Montag, 8. Mai, diskutieren. Der Ausschuss wird ab 19.30 Uhr erneut über den Bau einer Rechtsabbiegerspur in der Esinger Straße beraten.

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